Drei Varianten zur Auswahl

Dem Brückenschlag steht nichts mehr im Weg: Standpunkt für Isarsteg Süd geklärt

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So soll der Isarsteg Süd einmal aussehen, wenn er den Fluss überspannt. Der Planungsausschuss gab zum Standort jetzt sein Placet.
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Nun dürfte der Brückenschlag gelingen: Am Mittwoch hat sich der Freisinger Planungsausschuss beim Isarsteg Süd mehr oder minder auf einen Standort geeinigt.

Freising – Nun dürfte der Brückenschlag gelingen: Am Mittwoch hat sich der Planungsausschuss beim Isarsteg Süd mehr oder minder auf einen Standort geeinigt.

Landschaftsarchitekt Michael Schober präsentierte die drei zur Auswahl stehenden Varianten der Platzierung der Geh- und Radwegbrücke. Schnell war klar: Variante 3, die südlichste der drei, ist aus naturschutzfachlicher Sicht nicht realisierbar, weil man zusätzliche Wegeverbindungen durch das FFH-Gebiet des Auenwaldes anlegen müsste. Favorit in Sachen Naturschutz ist also Variante 2 – jener Platz, der am nördlichsten liegt (Fluss-km 114,2) und am nächsten zur Korbiniansbrücke ist. Diese Variante biete den Vorteil, dass man den Pförreraugraben nicht auch noch überbrücken müsse und weder Rampenschüttungen noch lange neue Wegeverbindungen benötige, so Schober. Variante 2 sei also die mit der größten Chance auf Realisierbarkeit.

Ein Vor-Ort-Termin überzeugt

Karl-Heinz Freitag (FW), einer von denen, die die Variante 3 nochmals überprüft haben wissen wollten, weil sie verkehrlich vielleicht den größten Nutzen bringe, war nach einem Vor-Ort-Termin überzeugt: Wenn nur Variante 2 Aussicht auf Realisierung habe, dann mache es Sinn, sich dafür auszusprechen. Und auch Anton Frankl (FSM) war eigentlich überzeugt, dass der südlichste der drei Standorte verkehrlich gesehen die beste Variante sei, habe sich aber vor Ort überzeugen lassen, dass dem naturschutzfachlich wohl zu viel entgegenstehe.

Zwei Millionen Euro kosten gerechtfertigt? 

Charlotte Reitsam (Grüne) und Monika Hobmair (ÖDP) einten die Bedenken, ob ein Steg so nahe an der Korbiniansbrücke sinnvoll sei und einen so großen Nutzen für den Radverkehr biete, dass es den Aufwand von rund zwei Millionen Euro rechtfertige. Hobmair forderte, die in der Mitte liegende Variante 1 im Blick zu behalten, denn für Variante 2 „kann ich mich nicht erwärmen“. Das sagte OB Tobias Eschenbacher mit Hinweis auf den genau so formulierten Beschlussvorschlag zu, betonte auch, dass Untersuchungen gezeigt hätten, dass bei jeder Steg-Variante „die Verkehrswirksamkeit gegeben sein wird“. Rudolf Schwaiger (CSU) betonte, als Verkehrsweg werde der Isarsteg Süd nur genutzt, wenn er auch beleuchtet sei. Schober bestätigte, dass eine Beleuchtung vorgesehen sei.

„Wir wählen die Variante, die machbar ist“

Vehement gegen das Aufgeben von Variante 3 und die Weiterverfolgung von Variante 2 (und 1) war Robert Weller (FW). Sein Eindruck: „Wir suchen krampfhaft nach dem besten Platz genau für diesen Brückentyp“, opfere dafür den Standort, der verkehrlich am meisten Sinn mache. Dem widersprach Eschenbacher: „Wir wählen die Variante, die machbar ist.“ Wenn man eine andere Alternative wähle und dann damit durchfalle, also gar keinen Isarsteg wolle, könne man ja dagegen stimmen. Das tat Weller denn auch. Als einziger.

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