„Verrückte Grundstückspreise“

Freisinger ÖDP stellt Drei-Punkte-Plan für bezahlbares Wohnen vor

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Wohl bekomms: Die ÖDP will mit den Themen Wohnen und Verkehr punkten. Konzepte dazu erläuterten Ulrich Vogl (hinten, 3. v. l.) und Emilia Kirner (hinten, 2. v. r.).

„Bezahlbare Mieten ist das wichtigste Thema unserer Zeit.“ Davon ist Ultrich Vogl von der ÖDP Freising überzeugt. Nun hat er einen Drei-Punkte-Plan vorgestellt.

Freising – Während zum politischen Aschermittwoch landauf landab laute Töne angeschlagen wurden, läutete die ÖDP die Fastenzeit ruhiger ein. Beim regulären Stammtisch gab Kreisvorsitzender Ulrich Vogl einen Überblick über die Schwerpunkte für die kommenden Wahlkämpfe auf EU- und Kommunalebene. Mit den Themen Wohnen und Verkehr will man punkten.

Vogl: „Grundstückspreise sind verrückt“

„Bezahlbare Mieten ist das wichtigste Thema unserer Zeit“, ist sich Vogl sicher. Grundstückspreise von 10 000 Euro und mehr pro Quadratmeter seien „verrückt“ und von Menschen, die einer normalen Arbeit nachgehen, nicht mehr bezahlbar. „Es reicht nicht, nur zu sagen, dass man etwas tun will“, sagte er und stellte sogleich den Drei-Punkte-Plan vor, den die Öko-Partei dahingehend erarbeitet hat.

Die erste Forderung: Da, wo Grund knapp wird, seien Grundstücksverkäufe nicht mehr zweckdienlich. „Da muss das gute alte Instrument der Erbpacht her“, sagte Vogl. Ein zweiter Weg, Wohnen wieder bezahlbar zu machen, seien Projekte wie das an der Katharina-Mair-Straße in Freising. Dort baut die Stadt selbst und kann so Wohnraum zu fairen Mieten zur Verfügung stellen. Einen dritten Weg sieht die Partei in genossenschaftlichem Wohnungsbau und Bauherren-Gemeinschaften. Vogl gab dazu ein Beispiel aus München: den Domagkpark mit Car- und Bike-Sharing. „Das zeigt, wie cool genossenschaftlicher Wohnungsbau sein kann.“.

Kirner: Stadt hat beim Radverkehr Nachholbedarf

Ähnlich hält es die ÖDP auch mit dem Ziel der „klimaneutralen Stadt“. Ideen dazu stellte Emilia Kirner vor, stellvertretende Bundesvorsitzende der Jungen Ökologen. Die Freisinger Studentin setzt vor allem auf die Verbesserung der Busverbindungen und schlägt neben höherer Taktung eine Ringlinie vor, die die sternförmig zum Bahnhof angelegten Linien verbindet. Auch das kostenlose Ticket für Schüler, Studenten und Azubis sieht sie als wirksame Maßnahme.

Beim Radverkehr hat die Stadt Freising nach Kirners Ansicht noch einiges nachzuholen. Das beginne schon bei Abstellmöglichkeiten. Zu wenige gebe es, kaum überdacht und schlecht beleuchtet. „Hier muss ein Konzept her“, forderte sie. Der Ausbau des Radwegenetzes müsse vorangetrieben werden, und schließlich müsse eine Stadt wie Freising auch Leihräder aufbieten.

Claudia Bauer

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