Am Rande notiert

Auch wenn es Herbst wird: Hauptsache Gas sparen

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Gut gewappnet für die kalte Jahreszeit und den Weg an die Gassparspitze.
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Weil es abends gefühlt schon recht zapfig wird, ist heizen angesagt. Oder auch nicht. Denn nur durch den Verzicht auf Wärme kann Bayern endlich mit Schleswig-Holstein gleichziehen, sagt unser Autor Markus Honervogt.

An dieser Stelle muss es zunächst einmal um knallharte Fakten gehen. Die Deutschen haben im vergangenen Jahr fünf Prozent weniger Gas verbraucht, als im Jahr davor. Das meldet jedenfalls die Tagesschau. Ausgerechnet jetzt, wo es schon herbstlich kühl wird.

Eindeutig: noch mehr sparen

Warum kommt solch eine Meldung nicht im Sommer, wo man sich gerne etwas kühlere Gedanken machen würde? Egal, jetzt ist die Nachricht samt untergründiger Aufforderung, noch mehr zu sparen, in der Welt.

Markus Honervogt

Eine äußerst repräsentative Umfrage im Freundeskreis hat ergeben: Ginge es nur nach den Männern, die im Regelfall ja auch über die Heizungsregler herrschen, blieb der Gasofen noch lange aus. Mann friert nicht so leicht.

Mann friert nicht, Frau schon

Aber oft wohnen Frauen mit im Haus und die haben längst klargemacht, was die Jahreszeit geschlagen hat: Im Bad ist die Frotteematte ausgerollt, weil die Fußbodenheizung noch immer so tut, als sei es Sommer. Und neben dem Sofa liegt am kühlen Herbstabend demonstrativ die Daunenjacke, die sonst nur bei 4000er Besteigungen zum Einsatz kommt. Im Winter, wohlgemerkt.

Womit wir wieder bei den eingangs genannten Einsparungen in der Tagesschau wären. Ganz oben in der Liste der Topenergieeinsparungsbundesländer stehen die, die auch ganz oben in Deutschland sind: die Schleswig-Holsteiner.

Beim Gassparen ganz vorn dabei

Wo wir Bayern in diesem Ranking landen, das haben die Tagesschaumacher nicht gesagt. Fest steht aber: Nächstes Jahre wollen wir ibeim Gassparen ganz vorn genannt werden, liebe Frauen.

Hohes hartes Friesengewächs

Deshalb sei jedem, der über frostig frische Räume meckert, eine Reise in den Norden empfohlen. Dorthin, wo die Friesen wohnen. Die hat der Dichter Otto Ernst einst als hohes, hartes Friesengewächs besungen. Das sind Menschen, die was aushalten. Also meinetwegen: Frotteematten ausgerollt und Daunenjacken bereitgelegt. Aber die Heizung bleibt aus.

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