Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge

Fritz Wepper sucht Grab des Vaters: Ergreifende Reise nimmt in Tölz ihren Anfang

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Fritz Wepper besuchte den Erinnerungsort in Pulawy.
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Eine ergreifende Reise zu einer Gedenkstätte in Polen hat Schauspieler Fritz Wepper hinter sich. Dort liegt vermutlich sein Vater begraben.

Bad Tölz – Schauspieler Fritz Wepper hat in Bad Tölz einen Kontakt geknüpft, der ihm nun zu einem ganz besonderen Erlebnis verhalf. Mit Unterstützung des Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge reiste der TV-Star diesen Sommer zu einer Gedenkstätte in Ostpolen. Dort liegt vermutlich Weppers Vater begraben, der seit dem 14. Januar 1945 als vermisst gilt.

Hinweis der Redaktion

Dieser Artikel ist zuerst am 2. September 2019 erschienen.

In Bad Tölz hatte Wepper wie berichtet im Mai das Denkmal zu Ehren von Gregor Dorfmeister, ehemaliger Kurier-Redaktionsleiter und Autor des Romans „Die Brücke“, enthüllt. An der Veranstaltung nahm auch Florian Völler aus Geretsried teil. Er besuchte den Termin in seiner Eigenschaft als Kreisbeauftragter des Volksbunds – und auch aus persönlichem Interesse an der Antikriegsthematik in Dorfmeisters berühmtem Roman, in dessen Verfilmung Fritz Wepper einst die Hauptrolle spielte.

Tote aus zwei Massengräbern geborgen

Völler und Wepper kamen ins Gespräch, und der Schauspieler berichtete, dass er gerne zusammen mit seiner Tochter Sophie den Erinnerungsort in Pulawy besuchen wollte. Völler bot ihm dafür die Begleitung durch den Volksbund an.

Pulawy liegt zweieinhalb Stunden Autofahrt südöstlich von Warschau. Friedrich Karl Wepper, der Vater des Schauspielers, gehörte zur 25. Panzerdivision, die an der Weichsel am Brückenkopf bei Warka bei schweren Rückzugsgefechten im Winter 1945 große Verluste erlitt. Ob er in Pulawy begraben liegt, ist letztlich nicht gesichert. Fest steht aber, dass in der Nähe des Ortes, an dem Friedrich Karl Wepper vermisst wird, Tote aus zwei Massengräbern geborgen und nach Pulawy überführt wurden. Der Name von Friedrich Karl Wepper ist im Gedenkbuch der Erinnerungsstätte verzeichnet.

Sohn und Enkelin wurden in Pulawy von Seiten des Volksbunds durch die Warschauer Büroleiterin Iza Gruszka und Pressesprecherin Diane Tempel-Bornett begleitet. Fritz Wepper zeigte sich beeindruckt. „Ich wäre bis ans Ende der Welt gefahren, um die Gegend zu sehen, wo mein Vater vermisst wird. Auch um meinen Vater zu würdigen.“ (lmf/ast)

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