Wegen des angespannten Wohnungsmarkts

Für Geretsried gilt künftig eine Mietpreisbremse

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Die staatliche Mietpreisbremse kommt jetzt auch in Geretsried zur Anwendung. Grund ist der angespannte Wohnungsmarkt.

Die Mietpreisbremse soll verhindern, dass die Mieten in gewissen Ballungszentren explodieren. Dieses Instrument greift jetzt auch in Geretsried.

Geretsried Die Stadt Geretsried gehört seit Kurzem zu den 160 bayerischen Kommunen „mit angespanntem Wohnungsmarkt“. Das Institut für Wohnen und Umwelt in Darmstadt hat im Auftrag des bayerischen Justizministeriums ein Gutachten erstellt und die stark wachsende Stadt an der Isar in die Reihe der Kommunen mit hohem Siedlungsdruck eingestuft. Die Konsequenz daraus ist eine Mietpreisbremse für Geretsried.

Bei Neuvermietungen dürfen künftig nur noch zehn Prozent mehr als die ortsübliche Miete verlangt werden. Bei Wohnungen, die nach dem 1. Oktober 2014 erstmalig genutzt und vermietet beziehungsweise umfassend modernisiert wurden, findet die Mietpreisbegrenzung keine Anwendung.

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Der Geretsrieder Stadtrat sollte in seiner jüngsten Sitzung darüber entscheiden, ob er eine Stellungnahme zu der Einstufung abgeben will. Die Mandatsträger entschieden sich auf Vorschlag der Verwaltung dagegen, da die angespannte Wohnungslage unstrittig sei. Ob sie jetzt auch einen Mietspiegel erstellen werden – wie von der SPD schon einmal beantragt – wollen die Stadträte in einer späteren Sitzung klären. Tanja Lühr

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