Fürstenfeldbruck

Grüne verzichten auf einen OB-Kandidaten - und auf eine Wahlempfehlung

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Das Rathaus in Fürstenfeldbruck.
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Die Grünen stellen in Bruck keinen Kandidaten für die Oberbürgermeisterwahl auf. Sie unterstützen auch keinen der anderen Bewerber, sondern halten sich aus dem Wahlkampf raus.

Fürstenfeldbruck – Ziel ist es, sich für die Wahlen 2026 neu aufzustellen.

Wenn in den nächsten Monaten überall im Stadtgebiet wieder Wahlplakate hängen, wird man das der Grünen vergeblich suchen. Denn Ortsverband und Stadtratsfraktion haben in einer internen Sitzung beschlossen, auf einen eigenen Bewerber um das höchste Amt in der Stadt zu verzichten. „Wir haben uns gemeinsam mit der Stadtratsfraktion gegen eine eigene OB-Kandidatur entschieden, weil unsere potenziellen Kandidaten beruflich und privat zurzeit stark eingebunden sind“, sagen die beiden Ortsvorsitzenden Salome Benz und Matthias Veicht. „Manchmal passen zeitintensive Wahlkämpfe schlicht und einfach nicht in die eigene Lebensplanung und das haben wir selbstverständlich akzeptiert.“

Sechs Kandidaten

Damit bleibt es vorerst bei sechs Bewerbern um den Sitz im Rathaus: Andreas Lohde (CSU), Christian Götz (BBV), Philipp Heimerl (SPD), Markus Droth (Freie Wähler), Alexa Zierl (ÖDP) und Joe Kellerer (Die Partei) werden am 5. März zur Wahl stehen. Neben den Grünen verzichten auch FDP und Die Linke auf einen Kandidaten. Ob weitere Personen dazu kommen, ist bislang nicht bekannt.

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Eine Wahlempfehlung wollen die Grünen nicht aussprechen. „Wir haben mit Christian Stangl einen erfahrenen 2. Bürgermeister an der Stadtspitze, der auch bis 2026 gewählt worden ist“, erklärt die Fraktions-Doppelspitze Gina Merkl und Jan Halbauer. Darum werde man auch keine Empfehlung für diese OB-Wahl abgeben und sich als Partei und Fraktion neutral verhalten, um mit dem neu gewählten Oberbürgermeister ohne Vorbelastung zusammenarbeiten zu können – insbesondere bei den Herausforderungen Klimaschutz, Energiewende, Verkehrswende und Fliegerhorstentwicklung. Hier wolle man gemeinsam an kreativen Lösungen im Sinne der Stadt arbeiten.

Ausrichtung auf 2026

Ein weiterer Grund für die Entscheidung ist die Tatsache, dass alle Bewerber ums Oberbürgermeisteramt angekündigt haben, ihr Amt bereits im Jahr 2026 wieder zur Verfügung zu stellen. So könnten die Oberbürgermeister- und die Stadtratswahl wieder an einem gemeinsamen Termin stattfinden. Auf diese Wahlen wollen sich die Grünen nun konzentrieren und dann mit einer starken Stadtratsliste und wieder einem eigenen Kandidaten ins Rennen gehen.

Die Oberbürgermeisterwahl findet am Sonntag, 5. März, statt. Sollte kein Bewerber die absolute Mehrheit erreichen, wird zwei Wochen später, am 19. März, die Stichwahl durchgeführt.

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