VonThomas Steinhardtschließen
Baustellen, wohin man blickt: Der Landkreis setzt die Sanierung seiner Schulen und seiner weiteren Liegenschaften mit Summen in Millionenhöhe weiter fort.
Fürstenfeldbruck – Nicht ganz 40 Millionen Euro will der Kreis im Jahr 2020 für die Sanierung seiner Gebäude – allen voran die weiterführenden Schulen – aufwenden. Wie im vergangenen Jahr ging dieses früher höchst umstrittene Thema im zuständigen Ausschuss des Kreistags eher geräuschlos über die Bühne. Michael Schrodi (SPD) kritisierte allerdings, dass früher vieles geschoben worden sei und man daher jetzt mit Baupreissteigerungen rechnen müsse, wobei Landrat Thomas Karmasin erneut betonte, dass die Aufgaben planvoll abgearbeitet werden. Freilich sei heuer die Finanzlage nicht so dramatisch, wie sie es früher schon einmal war. Außerdem habe sich die Rechtsgrundlage bei der Bezuschussung von so genannten Generalsanierungen geändert.
Alles nur Kosmetik?
Klaus Wollenberg, der ebenfalls in all den Jahren auf schnellere Sanierungen gedrängt hatte, begrüßte nun die Entwicklung. Er erinnerte allerdings an das frühere Argument, dass das Bauamt an die Grenzen der Umsetzbarkeit stoße und fragte, ob das jetzt nicht mehr gelte. „Ist das alles hier nur schön und kosmetisch?“
Dem trat Bauamtschef Axel Schuhn entgegen. Viele der Aufgaben, die 2020 (weiter) umgesetzt werden, seien bereits ins Laufen gebracht und erforderten daher einen geringeren Aufwand. Zudem sei ein personeller Rückschlag überwunden worden.
Im Jahr 2020 stehen nun also diverse Sanierungen an Klassenzimmern auf der Agenda, an Lehrerzimmern, an Turnhallen, an Gerätschaften, aber auch Verbesserungen etwa in der Freizeitanlage Mammendorf oder im Jexhof. Zu den großen Brocken gehören der Neubau der Turnhalle Puchheim und der Neubau der Berufsschule in Bruck, die ja eine von insgesamt 18 Schulen in der Verantwortung des Landkreises Fürstenfeldbruck ist. Zum Aufschlag kommen nun auch erste Planungskosten für eine Generalsanierung des Gymnasiums Olching, die dann in den Folgejahren eines der großen Themen sein wird. Michael Schrodi (SPD) kommentierte, nicht ohne Anspielung auf den laufenden Wahlkampf, an dessen Ende seine Partei hofft, trotz der erneuten Kandidatur Karmasins den Landrat zu stellen: „Ich vernehme mit Wohlwollen, dass in Karmasins letztem Haushalt doch mehr geht als früher.“ st
