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Die CSU hat ihren Kandidaten für die OB-Wahl im nächsten Jahr nominiert: Andreas Lohde, Orts- und Fraktionsvorsitzender, geht für die Christsozialen ins Rennen.
Fürstenfeldbruck – 52 Stimmen wurden abgegebenen. 48 Mal lautete das Votum „Ja“, dreimal „Nein“, eine Stimme war ungültig. Die Mitglieder quittierten das Ergebnis von 94,2 Prozent mit langem Applaus im Säulensaal des Veranstaltungsforums.
Andreas Lohde, der zum zweiten Mal für die CSU als OB-Kandidat antritt, war nach der Bekanntgabe des Ergebnisses sichtlich bewegt und dankte den Mitgliedern für den großen Vertrauensbeweis. Der 49-jährige Oberstudienrat war der einzige Bewerber. Lohde verlieh der Hoffnung Ausdruck, die drei Mitglieder, die gegen ihn gestimmt hatten, auch noch von seiner Politik überzeugen zu können.
Die Vorstellung
Parteikollegin und Stadträtin Brigitta Klemenz übernahm die Kandidatenvorstellung und begründete, warum sie für Lohde votiert. Seit seinem Eintritt in den Stadtrat 2008 habe er sich kontinuierlich weiterentwickelt, sich nie entmutigen lassen, jeglicher Kritik gestellt und mit Fleiß und Akribie habe er sich Erfahrung und Kompetenz erworben, ob als Feuerwehr-Referent oder als Referent für Katastrophenschutz, als Orts- oder Fraktionsvorsitzender und als Kreisrat. „Lohde ist ein Netzwerker, der die Erfahrungen und Kompetenzen anderer zu nutzen weiß, sei es auf politischer oder fachbezogener Ebene über den Ortsrand von Fürstenfeldbruck hinaus.“
Zudem könne er politisch denken und habe gleichzeitig genug Leidenschaft und Durchsetzungsvermögen, um so manche festgefahrene Struktur aufzubrechen. In diesen Zeiten brauche man einen Mann mit Erfahrungen, Kompetenz, Pragmatismus, Überzeugungskraft und vor allem Mut, Entscheidungen zum Wohl aller zu treffen, sagte Klemenz.
In einem zehnminütigen Video über Lohdes politisches Wirken meldeten sich die Landtagsabgeordneten Benjamin Miskowitsch, Alex Dorow und Josef Schmid sowie die Bundestagsabgeordnete Katrin Staffler und Stadträtin Simone Georgen zu Wort. Sie begründeten, warum sie Andreas Lohde für die richtigen Mann im Brucker Rathaus halten.
Lebensqualität verbessern
Lohde selbst hielt eine gut 30-minütige Rede. „Mir liegen die Menschen in Fürstenfeldbruck am Herzen.“ Er wolle für die Menschen die Lebensqualität verbessern und Bruck zu einem Ort machen, an dem die Menschen gerne leben und sich mit der Stadt auch identifizierten. Freude an der Stadt will Lohde wecken durch gute Arbeitsmöglichkeiten und gutes Gewerbe, durch Wohnraum und Wohnqualität sowie durch objektive Sicherheit. Dazu zählt er auch die Versorgung mit bezahlbarer Energie. Die Vereine sieht Lohde als Fundament einer gesunden Gesellschaft an. „Wir müssen den Vereinen ein Forum bieten.“
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Als OB würde er eine Ehrenamtsmesse gemeinsam mit einer Neubürgerversammlung veranstalten. „Da sehen die Neubürger gleich, wo sie sich engagieren können.“ Auch die Kompetenzen der Beiräte sollten mehr eingebunden werden.
Lohde erinnerte an die Zeiten von OB Kellerer. Er hofft, dass im Stadtrat wieder ein besseres Miteinander Einzug halte und man nicht in persönliche Anfeindungen hineinschlittere. „Politik soll Spaß und Freude machen und von Zuversicht getragen werden“, so Lohde.
Die Lage der Stadt
Die Lage der Stadt zwischen München und Augsburg sieht er als Chance für Gewerbeansiedlungen. So biete die Nachnutzung des Fliegerhorstes beste Voraussetzungen. Die Amper müsse erlebbarer werden, ebenso muss die Qualität des Rothschwaiger Forsts erhalten bleiben, fordert Lohde. Die Idee einer freiwilligen Sicherheitswacht für die Stadt, die schon einmal abgelehnt wurde, sieht Lohde als schwierig an, allein schon aufgrund fehlender Freiwilliger.
Weniger Verkehr am Hauptplatz könnte den Hauptplatz wieder dazu werden lassen, was er einst war. findet Lohde außerdem. Lohde: „Wie schön wäre es, wenn am Samstagfrüh am Rathaus und am anderen Ende der Hauptstraße die Poller hochfahren und dazwischen Marktbetrieb mit Leben in der guten Stube herrscht.“
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