VonHelga Zagermannschließen
Das schöne Wetter am Samstag hat viele nach draußen gezogen – trotz der strikten Ausgangsbeschränkungen wegen des Coronavirus. Die Polizei war den ganzen Tag über im Einsatz.
Landkreis – Einige Ausflügler mussten laut Polizei ermahnt werden, es gab sogar ein paar Anzeigen. Teilweise wurden die Polizisten beschimpft.
„Der Großteil der Bevölkerung hielt sich an die Beschränkungen“, heißt es bei der Olchinger Polizei. Radler, Spaziergänger und Freizeitsportler waren alleine oder mit ihrem Partner unterwegs – das sei in Ordnung. Es gab aber auch Verstöße gegen die corona-bedingten Ausgangsbeschränkungen. So hatten zum Beispiel Familien mit Kindern Spielplätze genutzt. Zudem mussten einige Gruppen aufgelöst werden. Streifenbeamte der Olchinger Polizei wurden deshalb teilweise beleidigt und beschimpft. In einigen Fällen reichten Ermahnungen, es gab jedoch auch Anzeigen. Die Olchinger Polizei stellte aber keine Verstöße seitens der Gastronomie, der Geschäfte oder sonstiger Einrichtungen fest.
Die Germeringer Polizei war am Germeringer See (und an dem in Eichenau) präsent. Bis zum Sonnenuntergang, wie ein Sprecher berichtet. Meistens hätten Ermahnungen und Erklärungen Wirkung gezeigt. Die Beamten griffen aber auch schnell ein. Denn: „Wenn sich einer zum Sonnenbaden hinlegt, dann kommen der Zweite und der Dritte, und bald ist die Wiese voll.“ Also wurden immer wieder all diejenigen aufgescheucht, die sich niedergelassen hatten. Vereinzelt wurden Platzverweise ausgesprochen. Abseits der Seen gab es einige Uneinsichtige: Etwa 15 Bürger wurden angezeigt. Aber auch im Bereich der Germeringer Polizeiinspektion hielten sich die meisten an die Beschränkungen.
Streifen der Brucker Polizei lösten kleinere Gruppen am Mammendorfer See, am Emmeringer See und am Pucher Meer auf. Im Großen und Ganzen seien die Bürger einsichtig gewesen, heißt es. Nur in zwei Fällen reichten Ermahnungen nicht aus: Am Samstagnachmittag hatte sich eine Gruppe auf einer Parkbank zum Trinken niedergelassen, in der Nacht zum Sonntag wurde eine zweite Trink-Gruppe aufgelöst. Es erfolgten Anzeigen. Ein Sprecher der Polizei sagt dazu: „Wir schreiben sicher nicht gerne Anzeigen raus. Aber da musste es sein.“
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