Fürstenfeldbruck

Bürgermeisterwahl: Sie tritt für die ÖDP an

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Alexa Zierl bei ihrer Bewerbungsrede. Im Hintergrund ist Markus Droth zu sehen. Der Wirt des Ameisenstüberls tritt für die FW an – ist also Zierls Gegenkandidat.
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Im zweiten Anlauf hat es geklappt. Fünf ÖDP-Mitglieder, die in der Stadt wahlberechtigt sind, reichten aus, um Alexa Zierl zur Kandidatin für das Oberbürgermeisteramt küren zu können.

Fürstenfeldbruck – Auf der Kreishauptversammlung der ÖDP am 30. September waren zu wenig Brucker Mitglieder anwesend gewesen.

„Es ist für mich ein besonderer Moment“, sagte Zierl bei der Versammlung im Ameisenstüberl. Sie zeigte sich berührt und motiviert zugleich. In einem fiktiven Szenario, in dem sie auf den Herbst 2025 voraus blickte, machte sie klar, dass der nächste Wahlkampf um das höchste Amt der Stadt bereits wieder in drei Jahren steigen müsse. „Ich würde meine Amtszeit freiwillig begrenzen.“ Stadtrat und OB-Wahl müssten wieder zusammengelegt werden.

Leitung nur des Stadtrats

Das würde auch deshalb leicht gelingen, weil sich der Amtsstil des Stadtoberhaupts und dessen Kritikfähigkeit bis dahin geändert hätten. Zierl würde für den Fall ihrer Wahl jeder Fraktion einen Stellvertreterposten zukommen lassen. Sie selbst würde dann nur mehr die Sitzungen des Stadtrates leiten und die Ausschüsse an die Stellvertreter abtreten. Eine weitere Maßnahme, sich in der öffentlichen Präsenz zurückzunehmen: „Ich muss nicht bei allen Einweihungen oder Eröffnungen dabei sein“, sagte Zierl. Das könnten die jeweils zuständigen Referenten übernehmen.

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Außerdem würden die Bürger nicht nur bei den Bürgerversammlungen Gelegenheit erhalten, sich zu äußern oder sich zu informieren. Die Sitzungen der städtischen Gremien würden dann, abgesehen von den grundsätzlich nicht-öffentlichen Themen, online übertragen.

Mit Detailkenntnis punkten

Punkten will Zierl mit ihrer Detailkenntnis. In einer kleinen Fraktion wie der ÖDP müsse man sich für jede Sitzung gründlich vorbereiten. Auch die Erfahrung als zweifache Mutter komme ihr sicher zugute: „Ich muss mich täglich darin üben, Kompromisse zu schließen.“

Auf Nachfrage der Zuhörer erklärte Zierl außerdem, dass sie sich eine Fachschule für Kinderpflege sehr gut vorstellen und damit der Idee des Eichenauer Bürgermeisters Peter Münster (FDP) anschließen könne. Der jüngst thematisierten Tiefgarage an der Realschule in Fürstenfeldbruck erteilte die ÖDP-Kandidatin eine klare Absage: „Man darf kein Geld verbuddeln, wenn es besser geht.“ Der Fußweg zu einem dann aufgestockten Parkdeck sei zumutbar.

Zierl lobte aber auch die Kreativität und Hilfsbereitschaft der Stadtbewohner. Ein Beispiel seien die Hilfeleistungen für die Ukraine. Und das Altstadtfest belege die Vielfalt der Vereine und Angebote der Stadt. Zierl: „Mehr davon.“

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