Ziel 21

Abstände zur Flugsicherung: Neue Chance für die Windkraft ?

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Zwei oder vielleicht sogar drei weitere Windräder wären im Landkreis möglich, wenn die Flugsicherung dies nicht verhindern würde.

Fürstenfeldbruck –  Die Stadtwerke Fürstenfeldbruck als Betreiber der beiden Anlagen bei Malching und Mammendorf hoffen auf neue Rahmenbedingungen.

Wegen der Mindestabstandsflächen, die zu Einrichtungen der Flugsicherung eingehalten werden müssen, hat sich Gottfried Obermair vom Energiewendeverein Ziel 21 an Wirtschaftsminister Aiwanger gewandt. Wie dieser berichtet, existiere derzeit kein allgemeiner Standard, inwieweit Windräder Drehfunkfeuer stören könnten. Die Bewertungen in dieser Fragen seien überarbeitet worden und müssten nun in die Praxis überführt werden, berichtete Aiwanger. Obermair hält dies für eine ermutigende Nachricht.

Der neue Stadtwerke-Chef Jan Hoppenstedt sagte dazu: „Jetzt gilt es, die Rahmenbedingungen für zügige Genehmigungsschritte, wie die der Flugsicherung, dahin gehend zu ändern, dass die Verfahren künftig schneller erfolgreich verlaufen können.“

Hoppenstedt verweist darauf, dass die beiden Windräder im Jahr 2019 einen Rekordwert erzielt hätten. Das Mammendorf Rad hat 6,7 Millionen Kilowattstunden Strom erzeugt, das Malchinger 6,2 Millionen. Das entspricht dem jährlichen Bedarf von rund 4300 Vier-Personen-Haushalten. „Es zeigt sich, dass die Energiewende ohne weiteren Ausbau der Windkraft nicht realisierbar ist“, so Hoppenstedt. Die Anlagen hätten außerdem bewiesen, dass die Windkraft in unserer Region – auch unter Einhaltung von Artenschutzauflagen – erfolgreich betrieben werden könne.  st

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