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Eine kaputte Glastür und 600 Euro Geldstrafe: Aus Frust randalierte ein Geretsrieder in einem Bus. Dafür musste er sich jetzt vor Gericht verantworten.
Geretsried/Wolfratshausen – Weil ein Busfahrer nicht gemerkt hatte, dass er aussteigen wollte, hat ein Fahrgast so heftig gegen die Tür des Busses getreten, dass diese zerbrach. Nun durfte sich der Geretsrieder dafür am Amtsgericht Wolfratshausen die Quittung abholen: 600 Euro Geldstrafe wegen Sachbeschädigung.
Am 12. September 2018 war der Geretsrieder (43) gegen 7.30 mit dem Schulbus auf dem Weg nach Bad Tölz. An der Haltestelle Hoheneck in Wackersberg nahm der Bus noch einige Kinder auf. Als der Fahrer wieder losfahren wollte, habe er einen Knall gehört, berichtete er in seiner Zeugenaussage vor Gericht. Im hinteren Teil des Busses sah er das Malheur: Das Türglas war zerborsten. Der Verursacher habe mit einer Tasche und einer Flasche darin ganz ruhig dagestanden und nur erklärt, er müsse zum Behördenzentrum. Eine Schülerin (16) hatte den Vorfall jedoch beobachtet. „Er hat voll gegen die Tür getreten. Nur ein Tritt, dann war das Glas zersplittert“, schilderte die Augenzeugin. „Er schien danach ein bisschen durcheinander zu sein.“ Offenbar hatte der Mann das Stoppsignal gedrückt und etwas panisch reagiert, als die Tür sich nicht öffnete.
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„Ich gebe zu, dass ich es beschädigt habe“, räumte der Angeklagte ein. Allerdings habe er schon zwei Haltestellen vorher aussteigen wollen, weil er sich krank gefühlt und keine Luft bekommen habe, begründete er seine Aktion. Er habe nicht gewollt, dass die Tür kaputt geht. „Ich bitte um Entschuldigung. So etwas wird sich nie wiederholen, das verspreche ich“, beteuerte der Angeklagte, bevor der Richter sein Urteil verkündete: 60 Tagessätze zu je zehn Euro.
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