VonNadja Hoffmannschließen- Regina Mittermeierschließen
Die Warenhauskette Galeria Karstadt Kaufhof hat Insolvenz-Antrag gestellt. In München gibt es vier Standorte - ändern soll sich nichts. Wir haben uns in München umgehört. Denn die Zukunft der Mitarbeiter ist unklar.
München – Seit Dienstag ist es offiziell: Die Warenhauskette Galeria Karstadt Kaufhof hat beim Amtsgericht Essen einen Insolvenz-Antrag gestellt. Es ist die dritte Pleite binnen drei Jahren. An den 90 Standorten, davon vier in München, soll sich vorerst nichts ändern.
Galeria-Insolvenz: Diese vier Filialen in München bleiben geöffnet
„Unsere Filialen bleiben ganz normal geöffnet“, erklärt Philipp Kretzer, Galeria-Chef für Süddeutschland, gegenüber der unserer Zeitung. Das Geschäft wie auch der Online-Handel laufen weiter. Wie sich der letzte Warenhaus-Konzern Deutschlands nun neu aufstellt, müssen die nächsten Wochen zeigen.
| Galeria München Marienplatz | Kaufingerstraße 1-5, 80331 München |
| Galeria München Olympia Einkaufszentrum | Pelkovenstraße 155, 80992 München |
| Galeria München Rotkreuzplatz | Pötschnerstraße 5, 80634 München |
| Galeria München Schwabing | Leopoldstraße 82, 80802 München |
Klar ist für das Unternehmen, das zum Pleite-Imperium von René Benko gehört: Es soll weitergehen. „Die zahlreichen Insolvenzen der Signa-Gruppe schädigen jedoch Galeria massiv, behindern das laufende Geschäft und schränken durch hohe Mieten und teure Dienstleistungen die künftigen Entwicklungsmöglichkeit stark ein“, heißt es in einer Pressemittelung. Die Insolvenz werde deshalb als „Befreiungsschlag“ gegen Signa gesehen.
Galeria-Angestellte in Sorge vor möglichen Schließungen
Was sie für die 15.000 Beschäftigten bedeutet, lässt sich noch nicht sagen. Während des bislang letzten Insolvenzverfahrens 2022 hatte die Bundesagentur für Arbeit drei Monate lang Insolvenzgeld gezahlt. Wie es aus Betriebsratskreisen heißt, gibt es mit Blick auf mögliche Filialschließungen große Sorgen bei den Angestellten.
Für die Verantwortlichen und den vorläufigen Insolvenzverwalter Stefan Denkhaus beginnt nun die Suche nach Investoren, die Kaufhaus-Kette übernehmen könnten. Was ihnen Galeria bedeutet, haben uns drei Kundinnen in München verraten.
München: Das sagen Kundinnen von Galeria Karstadt Kaufhof
Galeria ist für mich der ideale Laden. Ich gehe gern rein, weil ich weiß, dass es dort alles gibt - und ich muss nicht lange suchen. Auch die Angebote sind toll und im Galeria kaufen schon Generationen von Kunden ein. Deswegen fände ich es schade, wenn er zumacht. Die ungewisse Lage seit Monaten ist ein großes Problem. Mir tut es für die Mitarbeiter leid. Sie bräuchten in der aktuellen Zeit Sicherheit.
Ich habe gerade bei Galeria einen Schal gekauft. Ich mag das Geschäft echt gerne, weil es dort quasi alles zu kaufen gibt. Galeria ist für mich deswegen meine erste Anlaufstelle. Ich bin Fan! Falls Galeria schließt, würde ein wichtiges Geschäft wegfallen. Denn es gibt hier viele verschiedene Marken und Produkte in einem Laden - das ist super praktisch. Noch dazu ist die Lage am Marienplatz natürlich auch sehr gut.
Ich bin ein Kaufhaus-Typ! Und jetzt kann man nur hoffen, dass Galeria trotz allem bleibt. Denn ich bin gerne dort. Es gibt eine große Bandbreite an Waren. Gerade war ich im Geschäft, um Schuhe zu kaufen. Und ich habe dafür eine wunderbare Beratung bekommen! Was ich kritisiere, ist der Umgang mit den Mitarbeitern. Denn viele haben hier ihr ganzes Leben gearbeitet - das scheint aber niemanden zu interessieren.
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