Es war zu einem Unfall gekommen

Junge Männer lieferten sich illegales Autorennen - jetzt fiel das Gerichtsurteil

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Ein illegales Autorennen in Garmisch-Partenkirchen endet mit einem Verkehrsunfall.
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Sie lieferten sich ein Duell: Mann gegen Mann. Auto gegen Auto. Am Ende des illegalen Rennens gab es zwei Verletzte.

Garmisch-Partenkirchen – Sie haben sich nicht nur ein illegales Autorennen geliefert, sondern dabei auch einen Unfall verursacht, bei dem ein Grainauer (30) verletzt worden war. Jetzt erhielten die zwei Garmisch-Partenkirchner – der eine 23, der andere 26 Jahre alt, die Quittung dafür. Wegen fahrlässiger Gefährdung durch die Teilnahme an verbotenen Kraftfahrzeugrennen in Tateinheit mit fahrlässiger Körperverletzung erhielten sie bei der Verhandlung im Amtsgericht Garmisch-Partenkirchen nun saftige Strafen. Dem Duo wurde laut Polizei eine Geldbuße in Höhe von mehreren tausend Euro aufgebrummt. Außerdem sind die Männer einige Monate lang ihre Fahrerlaubnis los. Auch eine Überprüfung der Fahreignung (MPU), die bei derartigen Verstößen üblich ist, dürfte sie erwarten.

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Das illegale Ampelstartrennen hatten sich die beiden am 7. August 2018 gegen 20.30 Uhr von der Wettersteinstraße in Richtung Bahnhof in Garmisch-Partenkirchen geliefert. Dabei war der 23-Jährige mit seinem Daimler-Benz frontal in die VW-Bus-Beifahrerseite des Grainauers gekracht, als dieser von der Bahnhof- nach links in die Angerstraße abbiegen wollte. Der Bus wurde durch die Wucht des Aufpralls quer über die Fahrbahn an eine Steinmauer geschleudert. Im Gegensatz zum BMW des 26-Jährigen entstand an beiden Wagen Totalschaden. Sowohl der Unfallverursacher, als auch der Mann aus Grainau hatten sich leichte bis schwere Verletzungen zugezogen und mussten zur Behandlung ins Klinikum Garmisch-Partenkirchen gebracht werden.

Schon erste Aussagen von Zeugen deuteten damals darauf hin, dass die zwei Einheimischen mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit unterwegs gewesen waren.   

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