Waghalsige Aktion

22-Jähriger wagt lebensgefährlichen Spaziergang - Zugführer reagiert im richtigen Moment

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Der Fahrer eines Regionalexpresses reagierte im richtigen Moment, als er einen Fußgänger im Gleisbett bei Gauting erkannte (Symbolbild).
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Bei einem waghalsigen Sparziergang erfasste eine Bahn beinahe einen Fußgänger. Der Lokführer konnte im richtigen Moment reagieren und den Mann vor Schlimmerem bewahren.

  • Ein 22-Jähriger ging am Sonntag an den Schienen der Strecke München-Mittenwald entlang.
  • Durch seinen Spaziergang im Gleisbett brachte er sich in Lebensgefahr.
  • Der 20-jährige Zugführer eines sich nähernden Zuges reagiert im richtigen Moment.

Gauting/Landkreis Starnberg - Am Sonntag (28. Juni) konnte ein Zugführer dank einer Schnellbremsung verhindern, dass ein Fußgänger, der sich im Gleisbereich aufhielt, von einem Regionalzug erfasst wurde. Die Bundespolizei hat in diesem Fall ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Das berichtet die Behörde in einer Pressemeldung.

Gauting/Landkreis Starnberg: Fußgänger bringt sich im Gleisbett in Lebensgefahr

Der Vorfall ereignete sich am Sonntag gegen 12.30 Uhr. Wie aus der polizeilichen Meldung hervorgeht, lief ein 22-Jähriger zu Fuß an den Gleisen der Zugstrecke München-Mittenwald von Gauting Richtung Starnberg entlang. Der Fahrzeugführer der Regionalbahn, die aus München kommend von hinten auf den Mann zufuhr, sah den Fußgänger, der sich durch die Wahl seines Weges in Lebensgefahr gebracht hatte.

Auf Warnsignale, die der 20-jährige Bahnführer abgab, reagierte der Spazierende nicht. Deshalb leitete er eine Schnellbremsung ein, sodass die Bahn rechtzeitig zum Stehen kam. Er brachte den waghalsigen 22-Jährigen dazu in die Bahn einzusteigen und brachte ihn an den Bahnhof Starnberg, wo bereits alarmierte Polizeibeamte auf ihn warteten.

Der Zugführer sammelte den waghalsigen Spaziergänger zwischen Gauting und Starnberg ein.

Gauting/Landkreis Starnberg: Lokführer erkennt Gefahr und reagiert richtig

Die zuständige Bundespolizeiinspektion München übernahm den Sachverhalt vor Ort und leitete Ermittlungen wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr und unerlaubten Aufenthalts im Gleisbereich ein. Warum sich der 22-Jährige, der in Gilching wohnt, in diese gefährliche Situation gebracht hat, ist bisher unklar. Laut Bundespolizei habe er sowohl davon gesprochen, dass die Aktion eine Mutprobe gewesen war, als auch erwähnt, dass er nach Garmisch-Partenkirchen habe laufen wollen, da er sich kein Zugticket leisten könnte.

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