Peißenberg - Hinter verschlossenen Türen wurden seit 2013 Verhandlungen über das Peißenberger Fernwärmenetz geführt. Sie sind gescheitert, es bleibt bei der PWG.
Die Verhandlungspartner Gemeindewerke und „Peißenberger Wärme-Gesellschaft“ (PWG) hatten sich zum Stillschweigen verpflichtet, darum gingen Bürgermeisterin Manuela Vanni, Werkleiter Uwe Horn und zweite Bürgermeisterin Sandra Rößle erst jetzt an die Öffentlichkeit. 1976 wurde das rund 20 Kilometer lange Fernwärmenetz von der damaligen Peißenberger Kraftwerks-Gesellschaft (PKG) auf öffentlichem Grund verlegt. Dafür wurde mit der Marktgemeinde ein Gestattungsvertrag geschlossen. Anfang 2013 habe die PWG um eine vorzeitige Vertragsverlängerung gebeten, da sie unter anderem mehrere Millionen Euro in ein neues Heizkraftwerk investieren und die Preise für die rund 1000 angeschlossenen Haushalte senken wollen, hieß es am Montag bei dem Pressegespräch. Der Markt habe zugestimmt, sich aber ein Kündigungsrecht zum 31. Dezember dieses Jahres vorbehalten, um die Machbarkeit einer gemeinsamen Wärmegesellschaft zu prüfen. „Über ein Jahr haben wir Gespräche geführt“, so Vanni. Doch beide Seiten hätte die Anteilsmehrheit für sich beansprucht. „Am Ende waren es deutlich weniger als 50 Prozent“, so die Bürgermeisterin, die die PKG der Marktgemeinde zugestehen wollte.