Landkreis - Mehr Radwege, keine Lücken, eine einheitliche Beschilderung – das sind die Ziele des Radverkehrskonzepts Miesbach. Dank eines Zuschusses aus dem EU-Förderprogramm Leader kann es nun starten.
Fahrradfreundlich soll der Landkreis Miesbach werden – und dafür gibt es Gelder von der EU. Die Erfassung des bestehenden Radwegenetzes wird mit rund 40 000 Euro aus dem EU-Fördertopf Leader bezuschusst. Der Bescheid über die Zuwendung übergab Leader Koordinator Sebastian Wittmoser vom Landwirtschaftsamt Rosenheim nun in Otterfing – und damit in jener Landkreis-Gemeinde, in der schon einige der neuen Radwegeschilder aufgestellt sind.
Das Projekt Radwegenetz ist bei der Tourismusgesellschaft Alpenregion Tegernsee Schliersee (ATS) angesiedelt. Die arbeitet in der Sache Hand in Hand mit der Standortmarketinggesellschaft Miesbach (SMG), wo Stephanie Stiller die Leader-Arbeitsgruppen und deren Projekte betreut. Das Fahrrad solle als umweltfreundliches Verkehrsmittel auch auf dem Land mehr genutzt werden, hofft sie. „Und zwar nicht nur im touristischen und sportlichen Bereich, sondern vor allem bei Fahrten im Alltag, in der Freizeit und in die Arbeit.“ Um dies zu erreichen, sei das Radverkehrskonzept wichtig. „Es stellt die Basis dar für den Ausbau und die Verbesserung der Radwege und für eine neue, einheitliche Beschilderung.“
Beschildert werden kann aber nur, was auch erfasst ist. Deshalb wird zunächst Sebastian Freund, bei der ATS zuständig für das Thema Fahrrad, gemeinsam mit der lokalen Leader-Arbeitsgruppe einen Netzplan erstellen. Deren Vorsitzender ist Michael Pelzer. Ferner beteiligt: Personen aus dem Rad-Bereich, darunter Hartmut Romanski. Kreis- Vorsitzender des ADFC, sowie die Steuerungsgruppe Mobilität mit Landratsamt und SMG. Der Netzplan dient als Basis für das Projekt. Anschließend will die ATS eine externe Firma beauftragen, eine vollständige und übersichtliche Datenbank anzulegen: Wo stehen Schilder, wo fehlen sie? Wo gibt es Radwegen, wo sind Lücken?
Den Gemeinden soll diese Datenbank als Arbeitsgrundlage für Verbesserungen dienen. Touristisch soll als Folgeprojekt der Radverkehr verstärkt kommuniziert und vermarktet werden. SMG-Geschäftsführer Alexander Schmid betont, wie die Rolle der Gemeinden ist. Nur mit diesen könne das Konzept erfolgreich sein.
mm