Gemeinde Bad Heilbrunn übernimmt Telefonzelle

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Öffentlicher Anschluss: Diese Telefonzelle bleibt erhalten.

Bad Heilbrunn - Telefonzellen auf dem Land sind für die Telekom nicht mehr wirtschaftlich. Dennoch sind sie wichtig: So wichtig, dass die Gemeinde Bad Heilbrunn beschlossen hat, ein öffentliches Telefon selbst zu betreiben.

Der Entschluss ist offensichtlich so ungewöhnlich, dass am Dienstag sogar das Bayerische Fernsehen Bürgermeister Thomas Gründl (CSU) zum Thema interviewte. Ein paar Stunden später stand der Punkt dann zum dritten Mal auf der Tagesordnung der Gemeinderatssitzung. Vielleicht sei dies nicht das wichtigste Thema in einer Gemeinde, „aber wir sollten uns schon damit beschäftigen, denn wir müssen auch an die älteren Leute denken, die oft kein Handy haben. Der Bedarf für ein öffentliches Telefon ist vorhanden“, sagte Gründl.

Das bestätige auch der Apotheker, der sein Geschäft in der Nähe der Fernsprechanlage an der Ferdinand-Maria-Straße betreibe. Und nicht zuletzt gebe es an dem Telefon, das in der Bushaltestelle untergebracht ist, immer noch 25 Euro Umsatz pro Monat, sagte Gründl.

Die Gemeinde kauft nun für einmalig rund 800 Euro ein sogenanntes Clubtelefon, zahlt einmalig 70 Euro für den Anschluss und eine Gebühr von 28 Euro pro Monat. Aber die bekommt die Gemeinde laut Gründl "über den Telefonumsatz ja wieder rein“. (va)

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