Interkommunales Verkehrskonzept

Gemeinsame Sitzung: Das steht auf der Agenda der Räte aus Wolfratshausen und Geretsried

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Die geplante Verlängerung der S7 nach Geretsried steht einmal mehr auf der Tagesordnung der Stadträte aus Wolfratshausen und Geretsried.
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Die Stadträte aus Wolfratshausen und Geretsried tagen am 6. Oktober gemeinsam. Auf der Agenda steht unter anderem die S7.

Wolfratshausen/Geretsried – Die Nachbarstädte rücken im buchstäblichen Sinne näher zusammen: Wolfratshausens Bürgermeister Klaus Heilinglechner (Bürgervereinigung) und sein Geretsrieder Amtskollege Michael Müller (CSU) haben ihre jeweiligen Stadträte zu einer gemeinsamen öffentlichen Sitzung eingeladen. Diese findet statt am kommenden Donnerstag, 6. Oktober, ab 17 Uhr in der Loisachhalle.

Gemeinsame Sitzung: Das steht auf der Agenda der Räte aus Wolfratshausen und Geretsried

Auf der Tagesordnung stehen zahlreiche Themen, die die Bürger in beiden Kommunen mittelbar betreffen. So kündigt Rathauschef Müller „aktuelle Ergebnisse zum Planungsstand B11“ an. Wie berichtet steht die geplante Verlegung der Bundesstraße seit dem Jahr 2016 im Bundesverkehrswegeplan. Bauherr wäre der Bund, der die Gesamtkosten schultern muss. Aber: Das Staatliche Bauamt Weilheim hatte im vergangenen Jahr verkündet, dass die Maßnahme erst nach der S-Bahn-Verlängerung von Wolfratshausen nach Geretsried in Angriff genommen werde. Wann mit dem ersten Spatenstich für die S7-Verlängerung zu rechnen ist, ist weiterhin unklar. Allerdings wollen die beiden Bürgermeister die Gremien in der Loisachhalle in Sachen Planfeststellungsverfahren, das 2020 begann, auf den neuesten Stand bringen.

Bürgermeister Müller stellt Verkehrsgutachten vor

Präsentieren will Müller in der Stadtratssitzung zudem das Verkehrsgutachten, das das Staatliche Bauamt mit Blick auf die B11-Verlegung erarbeiten ließ. Erstellt hat es das Büro Obermeyer Planen und Beraten GmbH in München, nach Informationen unserer Zeitung ist es knapp zwei Jahre alt. Die Expertise ist eine Grundlage, die für das Planfeststellungsverfahren benötigt wird.

Das Planungsbüro hält als Fazit fest: „Das Verkehrsaufkommen im Untersuchungsraum Geretsried/Wolfratshausen/Gewerbegebiet Gelting wird gegenüber heute im Prognosejahr 2035 um zirka 15 bis 17 Prozent ansteigen.“ Demnach würden auf der B11 sowie auf der B11a (Autobahnzubringer) sogenannte Querschnittsbelastungen „von über 20 000 Kfz/24h bis 50 000 Kfz/24h“ erreicht. Die Folge: Man stoße an Kapazitätsgrenzen beziehungsweise müsse mit „teilweisen Überlastungen“ rechnen. Wie diesem Dilemma begegnet werden könnte, zeigen die Verkehrsexperten in ihrem Gutachten auf.

Beschluss über interkommunales Verkehrsgutachten

Ein weiterer Tagesordnungspunkt ist die Beschlussfassung über ein von den beiden Kommunen gemeinsam erarbeitetes Verkehrskonzept. Zum guten Schluss der Sitzung bitten Heilinglechner und Müller die Mandatsträger um Fragen sowie einen „Austausch“. (cce)

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