Schülerzahlen sinken sogar leicht

Genug Platz für alle: Gymnasium Miesbach bereit für G9

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Noch Platz im Pausenhof: das Gymnasium Miesbach ist bereit fürs G9.
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Mit dem neuen Schuljahr steht auch die Wiedereinführung des neunjährigen Gymnasiums (G9) vor Tür. Die Miesbacher Schulen blicken der Umstellung optimistisch entgegen.

Miesbach – Die Vorbereitungen für das neue Schuljahr laufen auf Hochtouren. Damit steht auch die Wiedereinführung des neunjährigen Gymnasiums (G9) vor Tür. Die Miesbacher Schulen blicken der Umstellung optimistisch entgegen. Sie glauben, allen Schülern genügend Platz und gute Konzepte bieten zu können. Die Schülerzahlen sinken sogar leicht.

Am Gymnasium Miesbach sieht man sich für die Rückkehr zum G9 gut aufgestellt. „Unsere Schüler konnten auch während des G8 nach der siebten Klasse die Mittelstufe Plus wählen, die die Schulzeit um ein Jahr dehnte. Dadurch haben wir bereits bewährte Konzepte, die wir leicht modifiziert übertragen können“, sagt der stellvertretende Schulleiter Markus Gamperling.

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Kapazitätsengpässe befürchtet Gamperling durch das G9 nicht. Grob zwei Drittel der Gymnasiasten hatten bisher ohnehin die verlängerte Mittelstufe gewählt. Dadurch müsse sich die Schule nicht auf eine gesamte neue Altersstufe einstellen, sondern nur auf ein Drittel. Mit 910 Schülern liege man derzeit außerdem deutlich unter der Kapazitätsgrenze von 1100. Im neuen Schuljahr stünden 125 Neuanmeldungen in fünf Klassen etwa 140 Abgänge gegenüber, wodurch die Schülerzahl weiter sinke. Es gebe also genug Platz für vollständige G9-Klassen.

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An der Gunetzrhainer-Realschule spürt man die Wiedereinführung des neunjährigen Gymnasiums kaum, berichtet der stellvertretende Schulleiter Karsten Kundt. Wegen der Rückkehr zum G9 hatte er sinkende Anmeldungen für die Realschule befürchtet. Diese bleiben scheinbar aber aus. Derzeit liegen etwa 100 Neuanmeldungen vor, was dem Vorjahresniveau entspricht. Die genaue Zahl hängt davon ab, wie viele Schüler aus dem Probeunterricht und der Mittelschule an die Realschule wechseln. Vier neue Klassen wird es in jedem Fall wieder geben. Kundt findet das „sehr erfreulich“. Es zeige, „dass die Realschule nach wie vor gefragt ist.“ Weil dieses Jahr etwa 140 Schüler die 10. Klasse abschließen, wird die Schülerzahl leicht von 780 auf 760 sinken.“

Die gleichbleibenden Anmeldungen liegen auch am MINT-Projekt der Gunetzrhainer-Schule. Etwa 60 der neuen Realschüler entschieden sich für die Teilnahme an der MINT-Stunde, in der Themen aus den Naturwissenschaften durch selbstständiges Forschen und Experimentieren greifbar gemacht werden sollen. Auch der offene Ganztagsunterricht werde nach wie vor stark nachgefragt.

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