VonMagnus Reitingerschließen
Weilheim finanziert eine Schule in Afrika – die dann auch Weilheim im Namen trägt: Für diese Idee hat die Weilheimer Unternehmerin und Stadträtin Uta Orawetz am Montagabend 130 Einheimische begeistert und erste Spenden geworben. In zwei Jahren soll die Schule stehen.
Weilheim – Die Hoffnung ist: Möglichst viele Weilheimer spenden – und die Stiftung „Fly & Help“ des ehemaligen Reiseunternehmers Reiner Meutsch baut dann mit diesem Geld eine Schule in Kenia oder Tansania, unterstützt von Orawetz’ Weilheimer „DERPART“-Reisebüros. 50 000 Euro sind dafür nötig. Nach Angaben der 2009 gegründeten Stiftung konnten auf ähnliche Weise bereits 137 Schulen in Afrika, Asien und Lateinamerika errichtet werden – für insgesamt 45 000 Kinder. Ziel ist, jährlich 30 neue Projekte umzusetzen.
Die ersten Hilfsprojekte brachte Meutsch im Jahr 2010 auf den Weg, als er mit seinem zweimotorigen Kleinflugzeug zehn Monate lang um die Welt flog. Von seinem „Abenteuer Weltumrundung“ („100 000 Flugkilometer durch 77 Länder für den guten Zweck“) berichtete der 62-Jährige am Montagabend im Weilheimer „Trifthof Kinocenter“. Zu der zweieinhalbstündigen Show mit Filmen, Bildern und Live-Auftritten von Musikern und Akrobaten hatte Uta Orawetz Kunden ihrer beiden Reisebüros sowie Vertreter aus Politik und Wirtschaft eingeladen. Landrätin Andrea Jochner-Weiß war ebenso gekommen wie Weilheims Bürgermeister Markus Loth und 3. Bürgermeisterin Angelika Flock, dazu zahlreiche Firmeninhaber.
Sie alle zeigten sich angetan von dem Projekt, für das Meutsch in Weilheim mit Feuereifer warb. Er hat von seiner Weltreise, die ein Kameramann des Fernsehsenders n-tv begleitete, nicht nur schöne und spektakuläre Bilder von Naturwundern und Bauwerken, von Traumstränden und Touristenattraktionen mitgebracht, sondern auch Dokumente von Not und Elend. Der Privatpilot – der zweifelsohne ein Talent für Vermarktung hat, sich auf den Bildern auch gern selbst zeigt und es versteht, Prominente wie den Sänger Heino für seine Projekte zu gewinnen – suchte auf seiner Reise den Kontakt zu den Armen und Ärmsten. In seiner Show zeigt er deren oft fragenden oder verzweifelten Gesichter – aber auch Lebensfreude („da, wo die Leute am wenigsten haben, teilen sie am meisten“, so Meutsch in seinem Livekommentar) und Szenen der Dankbarkeit über bereits umgesetzte Hilfsprojekte.
Reiner Meutsch, der im Westerwald zuhause ist, war für die Vorführung mit einem zwölfköpfigen Team angereist. Dazu gehörten die Sängerin Yma América aus Venezuela, ein Panflötist aus Ecuador sowie das Akrobatenduo „Adesa“ aus Ghana, die ihre Künste live im Kino zeigten. Insgesamt 25 Termine in Deutschland, Österreich und der Schweiz umfasst die aktuelle Tour von „Fly & Help“. Orawetz hofft, die Show 2018 in größerem Rahmen in Weilheim präsentieren zu können. Doch auch der Auftakt im recht kleinen Saal brachte bereits ein stolzes Ergebnis: Knapp 2000 Euro kamen direkt vor Ort zusammen; weitere 1000 Euro gab Orawetz selbst – und viele haben versprochen, ihre Spende zu überweisen.
Das Spendenkonto:
DER Touristik Foundation e.V.
IBAN: DE53 3708 0040 0980
0803 00, BIC: DRESDEFF370
(Commerzbank)
Verwendungszweck 1: DER Welt
verpflichtet/DERPART-Weilheim
Verwendungszweck 2: Name/Anschrift des Spenders (für Quittung)
