VonDoris Schmidschließen
Die Generalsanierung des Schulzentrums wird teurer und verzögert sich. Grund ist die Einrichtung von acht weiteren Klassen, was eine Anpassung der Räume nötig macht.
Geretsried – Dem stimmte der Schul- und Bauausschuss des Kreistags bei einer Gegenstimme von Josef Eichner (BP) zu.
Bei der Genehmigung der Generalsanierung vor drei Jahren war der Landkreis noch von 29 Klassen für die Realschule und 32 Klassen am Gymnasium ausgegangen. Aufgrund steigender Schülerzahlen ist jetzt mehr Platz notwendig. So wird nun mit einem Bedarf von 30 Klassen an der Realschule und 39 am Gymnasium gerechnet. Um diese bereitstellen zu können, soll das während der Sanierung errichtete Interimsgebäude dauerhaft genutzt werden. Andernfalls wäre ein Erweiterungsbau notwendig. Die Umplanung beinhaltet laut Landratsamts-Sprecherin Sabine Schmid auch die Umsetzung eines „Lernhauses“ an der Realschule. Dabei handelt es sich um ein pädagogisches Konzept, bei dem Schüler aus unterschiedlichen Jahrgangsstufen in einer räumlichen Einheit zusammengeführt werden. Das „Lernhaus“ ist für das Jahr 2021 geplant.
Durch die Umstrukturierung verzögert sich die Generalsanierung um zirka sechs Monate. Auch Mehrkosten von mindestens 2,3 Millionen Euro fallen an – davon rund 300 000 Euro für die neue Raumaufteilung und zwei Millionen für das „Lernhaus“.
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Bereits abgeschossen ist die Einrichtung von Lerninseln an der Realschule. Der Altbestand aus den 1970er Jahren soll Schmid zufolge ab dem Frühjahr 2020 generalsaniert werden. Am benachbarten Gymnasium läuft der zweite Bauabschnitt der Sanierung. Ebenfalls gebaut wird neben dem Sportplatz. Dort wird gerade der Rohbau für die neue Dreifachturnhalle errichtet. Sie soll im September 2020 fertig sein.
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