In der Nähe des Karl-Lederer-Platzes wurden Laubbäume gefällt. Laut einer Geretsriederin sahen die Bäume gesund aus. „Die Fällung war notwendig“, heißt es von Seiten der Stadt.
Geretsried – Sehr verwundert war Anwohnerin Inge Cameron, als zwei der „wunderschönen, alten Laubbäume“ zwischen dem Gebäude Lenauweg 2 und dem Neubau Centrum 20 am Karl-Lederer-Platz entfernt wurden. Auf Nachfrage erklärte ihr der Gartenbauarbeiter, dass die Stadt Geretsried den Auftrag erteilt habe, weil die zwei Ahorne krank seien. „Ich sah mir die zum Teil schon abgesägten Äste an, die mir ziemlich gesund aussahen“, berichtet Cameron unserer Zeitung.
Thomas Loibl, Pressereferent der Stadt Geretsried, gibt der Geretsriederin im Gespräch mit unserer Zeitung recht. Krank waren die Bäume nicht. Dem Antrag, den das evangelische Siedlungswerk in Vertretung der Eigentümergemeinschaft am Lenauweg 2 gestellt habe, sei aus zwei Gründen stattgegeben worden. Zum einen hätten die starken Äste die Grundstücksgrenze überragt. Viel schwerwiegender aber: Durch die nötige Rigolenverlegung – Rigolen dienen der Versickerung von Regenwasser – auf der Baustelle für das Wohn- und Geschäftsgebäude Centrum 20 wäre der Wurzelbereich der Bäume unumgänglich beschädigt worden. „Deswegen war die Fällung notwendig“, so Loibl. Laut dem Pressereferenten müssen entsprechend der Baumschutzverordnung für die zwei gefällten Ahorne mit 150 Zentimeter Stammumfang vier Ersatzbäume gepflanzt werden. sw
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