Baumauswahl für „Neue Mitte“ getroffen

Diese Bäume werden auf dem Karl-Lederer-Platz gepflanzt

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Bäume sollen auf dem umgestalteten Karl-Lederer-Platz entlang des Wasserfilms gepflanzt werden. (Symbolbild)

Entlang des Wasserfilms sollen Bäume stehen. Welche, das legte der Stadtrat nun fest. Auch für die Freiflächen der Betriebe am Karl-Lederer-Platz soll es Regeln geben.

Geretsried – Ein Wasserfilm als Brunnen, Sitzgelegenheiten und Bäume sollen auf dem Karl-Lederer-Platz für Aufenthaltsqualität sorgen. Über die Ausgestaltung hat der Stadtrat bereits viel gesprochen, und die Arbeiten zur Wiederherstellung des Platzes haben im Mai begonnen. Nun legte das Gremium fest, welche Bäume entlang des Bachlaufs vor der Ladenzeile von der Buchhandlung Ulbrich bis zum Schnellimbiss Subway stehen sollen.

Vorgesehen sind „drei große Baumfelder im Bereich des alten Brunnens“, berichtete Stadtbaurat Rainer Goldstein in der jüngsten Sitzung des Stadtrats. Als Hauptbaum soll die Gleditschie gepflanzt werden. Ergänzt wird der Laubbaum durch Feldahorn, Felsenbirne und Rot-Esche. Vor dem Buchladen und dem Rathaus bekommen die Baumgruppen einen sogenannten Unterwuchs. „Das ist eine mehrjährige Ansaat in einer wassergebundenen Decke“, so Goldstein.

Ob die Kirschbäume von der Egerlandstraße – sie müssen Ende des Jahres weichen, wenn die Baugenossenschaft ihre bestehenden Häuser abreißt und ein neues Wohn- und Geschäftsgebäude samt Tiefgarage errichtet – an den Karl-Lederer-Platz gepflanzt werden können, wollte Dr. Detlev Ringer (Grüne) wissen. „Die Vielzahl an Kirschen steht nicht gut an der Egerlandstraße“, berichtete Goldstein von einer Prüfung. Da der Standort nicht ideal sei, habe es wenig Zweck die Bäume an den Karl-Lederer-Platz umzupflanzen. Auch die Mehlbeeren, die an der Apotheke stehen, seien nicht geeignet für die geplanten Baumfelder. „Sie haben zu große Ballen“, so der Stadtbaurat. Auf den Müll kommen die Pflanzen laut Bürgermeister Michael Müller (CSU) aber nicht. „Die Bäume vom Karl-Lederer-Platz haben wir nahezu alle verpflanzt“, versicherte er. „Wir bemühen uns, auch die Bäume der Egerlandstraße zu erhalten.“

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Die Gestaltung der „Neuen Mitte“ hat wie berichtet Architekt Klaus Kehrbaum geplant. Der Karl-Lederer-Platz soll neben Wasserfilm und Bäumen mit neuer Möblierung, Beleuchtung und Kunstobjekten zu einem beliebten Treffpunkt werden. Dementsprechend will die Stadt nichts dem Zufall überlassen. Der Stadtrat beschloss eine Richtlinie mit Gestaltungsvorgaben für die Möblierung von Sondernutzungsflächen.

Die Richtlinie schreibt vor, wie die Bereiche vor Cafés, Eisdielen und Bäckereien ausgestattet werden dürfen. Stühle und Tische sollen aus Metall oder Holz und in gedeckten Farben sein. Monoplastik ist verboten, ebenso wie Podeste, durchgehende Überdachung und Werbung auf dem Mobiliar. Letzteres soll pro Gastbetrieb einheitlich sein. „Wir haben mit den bestehenden Sondernutzungsberechtigten gesprochen, ihre Möbel entsprechen den Regelungen“, erklärte Goldstein.

Wirtschaftsreferent Volker Reeh (CSU) lobte die Richtlinie. „Nur so können wir auf dem Platz vernünftige Lösungen finden“, sagte er in der Sitzung. Zudem sei das für den einen oder anderen eine Chance, dass er mit neuen Möbeln Akzente setzt. Reeh regte zudem an, in der Richtlinie auch die Verwendung von Mehrweggeschirr festzusetzen. In puncto Gestaltung von Sondernutzungsflächen forderte Dr. Detlev Ringer, auch mal den Neuen Platz zu überprüfen. Er wurde vor etwa fünf Jahren erneuert. Ringer: „Wir sollten nicht mit zweierlei Maß messen.“  sw

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