Zentrumsgestaltung

Karl-Lederer-Platz: Baufeld wird nochmal größer

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Durchfahrt verboten: Die provisorisch eingerichtete Fahrspur vor der Ladenzeile zwischen Rathaus und BGZ-Gebäude muss während der Oberflächengestaltung entfernt werden.

Das Baufeld am Karl-Lederer-Platz wird nochmal größer. Ab diesem Montag wird die Oberfläche gestaltet. Erreichbar bleibt das Zentrum aber weiterhin.

Geretsried – Als „die Kür“ bezeichnete der beauftragte Architekt Klaus Kehrbaum einmal die Oberflächengestaltung des Karl-Lederer-Platzes. Sie bringt allerdings viele Anstrengungen mit sich – auch für die Anlieger im Zentrum. Im Zuge der aktuell entstehenden Wohn- und Geschäftshäuser samt Tiefgarage bekommt der Karl-Lederer-Platzes ein neues Gesicht. „Da hierfür der Umgriff der Baustelle temporär erweitert werden muss, wird auch die Verkehrsführung angepasst“, erklärt Thomas Loibl, Pressereferent der Stadt Geretsried.

Beginnen sollen die Arbeiten am Montag, 6. Mai, im ersten Bauabschnitt zwischen Graslitzer Straße und Hermann-Löns-Weg. Die Anwohner wurden laut Loibl am Mittwochabend über den Ablauf informiert. „Wir versuchen, auf die Bedürfnisse der Anlieger einzugehen“, betont der Pressereferent.

Zunächst werden die noch vorhandene Oberfläche sowie Reste des Bachlaufs zurückgebaut. Sind die Entwässerung eingebaut und die Baumgruben geschaffen, wird eine Asphalttragschicht aufgetragen, und es geht zum nächsten der insgesamt sechs Bauabschnitte. Der eingefärbte Bitumen als Bodenbelag kommt voraussichtlich Ende September in einem Rutsch auf den gesamten Platz.

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Die beauftragte Firma Strabag aus Wolfratshausen muss zum Teil nah an den Häusern und Eingängen arbeiten. Aber: „Maßgabe ist, dass die Geschäfte und Gebäude immer zugänglich sind“, sagt Loibl. Möglich seien Rampenlösungen. Auch zum Platz soll der barrierefreie Zugang zu Fuß jederzeit möglich sein.

Während der Bauarbeiten in der „Neuen Mitte“ ist das Stadtzentrum mit dem Auto weiterhin nur über die Einfahrten am Schulzentrum und Geretsried Nord erreichbar. Die Zufahrt von der B11 zum Rathaus „bleibt lediglich für Anwohner und Nutzer der Parkflächen vor den Ratsstuben offen“, teilt Loibl mit. Innerorts entfällt die temporär eingerichtete Fahrspur vor der Ladenzeile zwischen Rathaus und BGZ-Gebäude. Der Hermann-Löns-Weg wird damit wieder zur Sackgasse – die Ersatzparkplätze bleiben erhalten. Die Graslitzer Straße bleibt Sackgasse. Die Zufahrt zum Rathaus-Innenhof ist frei. Der Martin-Luther-Weg ist wie bisher für den öffentlichen Verkehr gesperrt, fußläufig ist das Zentrum von dort aus über den Lenauweg erreichbar.

Parkplätze entfallen Loibl zufolge nicht. Die geschaffenen Ersatzstellflächen bleiben bestehen. Dazu soll der Parkplatz auf der Böhmwiese um eine dritte Reihe erweitert werden. Busfahrgäste müssen allerdings während der Bauzeit auf die Haltestelle „Rathaus“ verzichten, da der Bus über den Geltinger Weg fahren muss. Die nächsten Haltestellen im Zentrum sind „Graslitzer Straße“ und „Fasanenweg“.

Die Arbeiten sind bis November vorgesehen. In diesem Zeitraum werden voraussichtlich auch die Ampelanlage an der Kreuzung vor dem Rathaus zur B11 errichtet und erste Arbeiten an der Egerlandstraße vorgenommen, wo die Baugenossenschaft ihre bestehende Häuserzeile abreißt und ein neues Wohn- und Geschäftsgebäude baut. „Wir befinden uns aktuell in der Feinabstimmung“, sagt Loibl. Wenn der Karl-Lederer-Platz fertig ist, soll er im Herbst offiziell eröffnet werden.  sw

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