VonDoris Schmidschließen
Damit hatte die Gartenberger Bunkerblasmusik nicht gerechnet: Beim ersten „Böhmischen Abend“ in den Ratsstuben war der Andrang so groß, dass sogar der Nebenraum geöffnet werden musste.
Geretsried – Damit hatte die Gartenberger Bunkerblasmusik nicht gerechnet: Beim ersten „Böhmischen Abend“ in den Ratsstuben am Freitag war der Andrang so groß, dass die Wirte sogar den Nebenraum für die Besucher öffnen mussten. „Wir wollten etwas machen für die Freunde der böhmischen Blasmusik“, sagte Dirigent Roland Hammerschmied. „Und davon gibt es anscheinend ziemlich viele in Geretsried.“
Schon beim ersten Stück, einem Marsch, klatschte das Publikum begeistert mit. Kaum eine halbe Stunde später drehten sich bei Polka und Walzer die Tanzpaare auf dem Parkett. Zwischen den Stücken blieb Zeit für lustige Anekdoten.
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Und was macht die böhmische Musik so besonders? „Sie ist weich, gepflegt, einfach ,goudschmeckad‘, wie unser Dirigent sagen würde“, ergänzte Tubist Helmut Hahn mit einem Augenzwinkern. Hammerschmied ist im westböhmischen Falkenau geboren und kam im Alter von zehn Monaten mit seiner Familie nach Geretsried. Er stieß die Gründung der Gartenberger Bunkerblasmusik an, die aus der Egerländer Gmoi hervorgegangen ist. So liegt den meisten der 16 Musikanten das Gespür für das Böhmische einfach im Blut.
Passend zur Musik hatten die Wirte die Speisekarte gestaltet. Die Besucher ließen sich „Svickova“ (böhmischer Sauerbraten mit Hefeknödeln), Krustenschweinebraten mit Egerländer Kraut und Pilsener Urquell vom Fass schmecken. Zum Nachtisch gab’s Powidltascherl mit Pflaumen-Zimt-Eis. nej
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