VonCarl-Christian Eickschließen
Unter Federführung der Polizeiinspektion Geretsried hat am Mittwochvormittag im Geltinger Gewerbegebiet eine groß angelegte Schwerpunktkontrolle stattgefunden.
Geretsried – Unter Federführung der Polizeiinspektion Geretsried hat am Mittwochvormittag im Geltinger Gewerbegebiet eine groß angelegte Schwerpunktkontrolle stattgefunden. In den Fokus nahmen die Beamten Fahrzeuge von Paketdienstleistern sowie aus dem Bereich des Schwerlastverkehrs.
Beteiligt waren auch Spezialisten der Grenzpolizeiinspektion Murnau, der Schwerverkehrstrupp der Verkehrspolizei Weilheim sowie Einsatzkräfte der Operativen Ergänzungsdienste Weilheim, berichtet Hauptkommissar Emanuel Luferseder. Auch Angehörige des Hauptzollamts Rosenheim waren in den Einsatz eingebunden. Insgesamt wurden über 40 Kräfte in Gelting zusammengezogen.
Festgestellt wurde ein knappes Dutzend Verstöße gegen die Sozialvorschriften im Straßenverkehr. „Einem Fahrzeugführer wurde die Weiterfahrt zunächst untersagt, weil er mitgeführtes Gefahrgut nicht ordnungsgemäß gesichert hatte.“ Erst nach erfolgter Transportsicherung durfte er seine Reise fortsetzen – eine Anzeige blieb ihm nicht erspart. Ein 51-jähriger Bulgare musste seinen 40 Tonnen schweren Hängerzug in Gelting stehen lassen – der Mann konnte keinen Führerschein vorweisen. „Gegen eine Person lag zudem eine Notierung im polizeilichen Fahndungsbestand vor“, ergänzt Luferseder.
Die Einsatzkräfte des Hauptzollamts deckten parallel diverse Unstimmigkeiten im Bereich des Arbeitsrechts auf: So wurden Verdachtsfälle der Scheinselbstständigkeit, der Mindestlohnunterschreitung und der sozialversicherungsrechtlichen Meldepflicht festgestellt. Hinzu kamen Verstöße gegen die Ausweismitführpflicht und ein Verdachtsfall hinsichtlich Leistungsmissbrauchs. In diesen Fällen dauern die Ermittlungen des Zolls noch an. Während der konzertierten Aktion leitete die Polizei den Anliegerverkehr um. cce
Lesen Sie auch: Großeinsatz in Geretsried: Polizei stürmt Wohnung - neue Details zur Tat
