Im Siebenschritt zum Dreißigsten

Siedlungsfest der Deutschen aus Ungarn bringt Geretsrieder seit 30 Jahren zusammen

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Im Siebenschritt getanzt wurde beim Siedlungsfest. Mitglieder und Trachtengruppe-Vorsitzender Karl Raminger (Mitte) beherrschten den anspruchsvollen Tanz.
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1988 fand das erste Fest statt, mittlerweile gehört es zu Geretsried: Am Wochenende feierte die Trachtengruppe der Deutschen aus Ungarn ihr 31. Siedlungsfest - mit vielen Besuchern.

Geretsried – Anwohner des Blumenviertels am Rosmarinweg veranstalteten am 24. September 1988 erstmals ein kleines Fest, das aufgrund des stetig wachsenden Besucherzuspruchs später auf den sogenannten Wenus-Parkplatz an der Tulpenstraße verlegt wurde. 30 Jahre später kamen am Samstag wieder viele Menschen zum 31. Siedlungsfest zusammen.

„70 Prozent derjenigen die vor 30 Jahren dabei waren, sind auch heute hier“, sagte Karl Raminger. Der Vorsitzende der Trachtengruppe der Deutschen aus Ungarn begrüßte Bürgermeister Michael Müller und seinen Stellvertreter Hans Hopfner sowie einige Stadträte. Sie alle genossen unter anderem die herzhafte ungarische Bratwurst, Grillfleisch, Kaffee, Kuchen und Pogatschen.

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Die von Margit Raminger zubereiteten salzigen Gebäckstücke, die gut zum angebotenen Wein passten, bot Theresia Harting an ihrem Stand an. Sie bereitete auch das Griebenfett für Schmalzbrote zu. „Ich habe schon das erste Siedlungsfest mitorganisiert und bin jedes Jahr gerne hier“, berichtete Harting.

Obwohl am Wochenende in der Umgebung einige andere Feste veranstaltet wurden, war der Zulauf schon am Nachmittag groß. „Wir haben unsere Stammkundschaft, die auch bei Regen gekommen wäre“, so Raminger.

Für musikalische Unterhaltung sorgte wie schon in den Jahren zuvor Kulturreferent Hans Ketelhut. Der auch als „Bayern-Hans“ bekannte Entertainer begleitete mit seinen Instrumenten auch die Tanzpaare der Trachtengruppe. „Nachdem wir im letzten Jahr eine Kreuz-Csárdás und eine Lindenblüten-Polka aufgeführt hatten, haben wir uns zum Jubiläum etwas Neues ausgedacht“, sagte Helmut Hodolitsch. Der Geretsrieder Bauhof-Leiter zeigte sich beim anspruchsvollen Siebenschritt ebenso beweglich wie der Vorsitzende der Trachtengruppe.

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Wer so lange feiert, darf auch die Bereitstellung von sanitären Anlagen nicht vergessen. Erstmals in der 30-jährigen Geschichte des Siedlungsfestes stellte die Stadt einen Toilettenwagen für das Siedlungsfest zur Verfügung. „Auch das sollte nicht unerwähnt bleiben“, bedankte sich Raminger mit einem Augenzwinkern. ph

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