VonDoris Schmidschließen
Helle Farben, mobile Regale, ein Tisch zum Lesen: So wird sich die Kinder- und Jugendbuchabteilung der Geretsrieder Stadtbücherei demnächst präsentieren.
Geretsried – Im Eingang der Stadtbücherei neben der Treppe liegt ein Sammelsurium aus ausrangierten Gerätschaften, Büchern und Kartons – Büchereileiter Björn Rodenwaldt und seine Mitarbeiter haben aufgeräumt. Und umgeräumt. Während die Abteilung umgebaut wird, mussten die Kinder- und Jugendbücher woanders einen Platz finden. Alphabetisch sortiert liegen sie in kleinen Stapeln an einer Wand im Gang.
Die Kinder- und Jugendbuchabteilung ist dafür komplett leer. Dort riecht es nach Farbe. Ein Handwerker ist gerade dabei, den alten Teppich herauszureißen. Mittendrin steht ein sichtlich zufriedener Büchereileiter. „Es ist alles im Zeitplan“, sagt Rodenwaldt. Demnächst werden der neue Bodenbelag verlegt und die Möbel geliefert. Am 4. Dezember will Bürgermeister Michael Müller die Abteilung wieder eröffnen.
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Insgesamt stehen für den Umbau 90 000 Euro zur Verfügung. 50 Prozent der Kosten trägt die Landesstelle für öffentliche Bibliotheken. Für das Geld angeschafft werden unter anderem moderne, mobile und funktionale Möbel. „Das ist praktischer“, meint Rodenwaldt. „Und wir schaffen auch extra nicht so hohe Regale für die Kinder an.“ Ergänzt wird das Angebot durch ein Sitzmöbel mit „Soundshower“, in dem man Musik hören kann. Auch „Cubes“ wird es geben. Das sind Möbel, die Tisch, Regal, Spiel- Lese- und Rückzugsbereich in einem sind.
Nach der räumlichen Umgestaltung soll im kommenden Jahr der Fokus auf der Technik liegen. Bei jährlich 170 000 Ausleihen haben die Mitarbeiter gut zu tun. Laut dem Büchereileiter gibt es Tage, an denen seine Mitarbeiter über 1000 Medien über die Theke reichen. Jedes Einzelne muss gescannt werden. Das könnte mithilfe von Funktechnik automatisiert werden, sprich der Nutzer hält seinen Ausweis und die Medien selbst vor den Scanner. „Das würde uns Zeit geben für andere Aufgaben.“
Ideen hat der engagierte Bibliotheksleiter genug. Erst im vergangenen Jahr wurde im Untergeschoss für Kinder und Jugendliche ein Gaming-Raum eingerichtet. Für Bürgermeister Michael Müller ein „wunderbares Beispiel“ dafür, dass durch die kritische Prüfung des Büchereiangebots immer wieder auch Raum für Neues entsteht. „Unser Büchereileiter und seine Mitarbeiter machen einen tollen Job und stecken sehr viel Herzblut in ihre Arbeit.“

