„Wir müssen endlich in die Gänge kommen, damit sich was bewegt“

Günther Fuhrmann ist Vorsitzender des neuen FDP-Ortsverbands

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Der neue FDP-Ortsvorstand: (v. li.) Schriftführer Edmund Häner, 2. Vorsitzender Dr. Patrick Lechner, Beirätin Dagmar Reuter und Vorsitzender Günther Fuhrmann.
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Die Städte Geretsried und Wolfratshausen haben einen neuen FDP-Ortsverband. Dessen Vorsitzender Günther Fuhrmann hat einiges vor.

Geretsried/Wolfratshausen – Ehrgeizige Ziele formulierten die Vorstandsmitglieder des am Dienstag in der Wirtschaft Flößerei neu gegründeten interkommunalen FDP-Ortsverbandes. „Wir streben in beiden Stadträten Fraktionsstärke an“, erklärte Günther Fuhrmann. Der 74-Jährige ist derzeit der einzige FDP-Kommunalpolitiker im Geretsrieder Stadtrat und im Kreistag. Neun von elf anwesenden stimmberechtigten Mitgliedern wählten ihn zum Ortsvorsitzenden. Unterstützt wird er von seinem Stellvertreter Dr. Patrick Lechner, Schriftführer Edmund Häner sowie den Beiräten Dagmar Reuter und Larry Terwey. Um die Finanzen kümmert sich Kreisschatzmeister Christian Bertl.

„Wolfratshausen und Geretsried bilden ein Mittelzentrum – dort wollen wir ein Zeichen setzen“, erklärte Kreisvorsitzender Fritz Haugg den Zusammenschluss, den er bereits beim Neujahrsempfang angekündigt hatte. Nachdem der ehemalige Geretsrieder Ortsvorsitzende Daniel Reuter in den Landkreis Rosenheim gezogen ist, traten die Liberalen nur noch selten in Erscheinung. Auch in Wolfratshausen war die Zahl der FDP-Mitglieder überschaubar. Mittlerweile kommen 20 der derzeit 60 Mitglieder des Kreisverbands aus den beiden Nordlandkreisstädten. Grund genug, um die Werbetrommel für eine Vereinigung zu rühren. „Wir haben in den vergangenen Wochen 4000 Flyer in Geretsrieder und Wolfratshauser Briefkästen geworfen“, berichtete Fuhrmann. Zudem gelang es ihm, bereits vor der Gründung einen „Arbeitskreis Mittelzentrum“ zu bilden und Frederik Holthaus, den Zweiten Vorsitzenden des Geretsrieder Einzelhändlervereins ProCit, als neues Parteimitglied zu gewinnen.

Zentrumsentwicklung soll für alle verträglich gestaltet werden

„Wir müssen endlich in die Gänge kommen, damit sich was bewegt“, forderte Fuhrmann. Er wünscht sich, dass die Einzelhändler während der Bauarbeiten in der „Neuen Mitte“ von Geretsried nicht zu hohe Einbußen erleiden und die Zentrumsentwicklung für alle „verträglich gestaltet“ wird. Das fordert auch die Interessengemeinschaft „Pro Egerlandstraße“. 

Fuhrmanns Stellvertreter Lechner legt Wert darauf, dass aus Wolfratshausen keine Vorwürfe mehr wegen des zu erwartenden erhöhten Verkehrsaufkommens aus Geretsried kommen. „Wir müssen gemeinsam an Lösungen arbeiten“, betonte er. Schriftführer Edmund Häner, der früher in Wolfratshausen wohnte und jetzt mit seiner Familie in Geretsried lebt, sieht das genauso: „Ich möchte unsere Zukunft im Nordlandkreis mitgestalten“, gab er sich selbstbewusst.

Die FDP-Landtagsabgeordnete Julika Sandt, die als Wahlleiterin zur Patin des neuen Ortsverbandes wurde, gab ihren Parteikollegen abschließend noch einige Hausaufgaben mit auf den Weg. So müsse ihrer Ansicht nach vor allem die Frauenquote deutlich erhöht werden. Derzeit ist die Anzahl männlicher Mathematiker, Betriebswirtschaftler und IT-Experten im jungen Ortsverband noch überproportional hoch. Der neue Ortsvorsitzende Fuhrmann versprach abschließend, sich auch für sozialpolitische Themen wie Barrierefreiheit einzusetzen.  ph

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