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Das Frühlingskonzert des Gymnasiums begeistert Zuhörer. Und Schülerin Anouk Eggert erlebt eine Überraschung.
Geretsried – Überraschungsmoment beim Frühlingskonzert des Geretsrieder Gymnasiums: Am Ende des ersten Konzertteils griff Musiklehrer Benedikt Jilek zum Mikrofon. „Wir haben entschieden, es ist der richtige Zeitpunkt“, sagte er dem Publikum in der vollbesetzten Schul-Aula. Fragend blickten sich alle an. Und Jilek machte es spannend: Musikalische Karrieren könnten ungeahnte Wege gehen. „Anouk Eggert hat spät mit dem Cellospielen begonnen, hat außerordentliche Leistungen bewiesen und ein großes Engagement gezeigt.“ Die Schülerin war sichtlich erstaunt, ihren Namen zu hören. Für ihren unermüdlichen Einsatz dankte der Chorleiter im Namen der gesamten Schulfamilie mit Blumen und Urkunde.
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Aber zurück zum Anfang: Pünktlich um 19 Uhr am Freitag eröffnete das Jugend-Symphonie-Orchester mit den ersten 33 Takten der Filmmusik „Der Schuh des Manitu“ das Frühlingskonzert. Dann ein Break. Es folgte Musiktheorie mit einer kurzen Einführung des Ein-Mal-Eins der Westernmusik. Wie entsteht Atmosphäre durch Rhythmus und Harmonie? Welche Rollen übernehmen Instrumente? Zum Beispiel ist die Trompete die Kavallerie, das Akkordeon imitiert den Klang der Mundharmonika am Lagerfeuer, und die Streicher lassen gefühlvoll die Weiten der Prärie entstehen, erläuterten Schüler dem Publikum. Dann konnte es losgehen mit dem musikalischen Ritt durch die Weiten der Filmmusik mit der berühmten Abahachi-Melodie.
Das Frühlingskonzert ist wie das Weihnachtskonzert ein Abend, an dem sich alle musizierenden Schüler aus sämtlichen Jahrgangsstufen des Gymnasiums beteiligen. Unter Leitung von Alfred Menzinger spielte die Bläserklasse 5c unter anderem den „Banana Boat Song“, und die 6c den „Rain Dance“.
Der Große Chor unter Leitung von Bernhard Jilek präsentierte die berühmte brasilianische Musik „Más Que Nada“ von Jorge Ben. Besonders schön war das Klangvolumen des Großen Chors beim keltischen Riversong in Begleitung von Katharina Thomalla an der Flöte und Julia Kröpfl an der Harfe.
Nach der Pause endete das Frühlingskonzert mit Funk, Bossa Nova und dem wie immer obligatorischen Finale der Big Band. Großes Lob und hoher Respekt gebührt allen kleinen und großen Musikanten, die dieses Frühlingskonzert wie immer mit viel Enthusiasmus, Mut und Fleiß gestalteten.
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