Am Schulzentrum in Geretsried wird fleißig gearbeitet. Die Baugrube ist fertig ausgehoben. Der feierliche Startschuss für das 15-Millionen-Projekt kann kommen.
Geretsried – Das Baufeld ist vorbereitet, jetzt geht es in großen Schritten auf die Grundsteinlegung zu. Am 26. September fällt an der Adalbert-Stifter-Straße der feierliche Startschuss für den Bau des interkommunalen Hallenbads. Im Februar/März 2020 soll das 15-Millionen-Euro Projekt fertig sein. Mit diesem Ziel vor Augen sind die Arbeiten neben dem Schulzentrum in vollem Gange.
Seit dem Spatenstich im April wurde die Baustelle vollständig eingerichtet, eine Baustraße um den Bereich angelegt und die Baustromtrasse vom Trafo am Ahornweg an die Adalbert-Stifter-Straße verlegt, berichtet Thomas Loibl, Pressereferent der Stadt. Die zwei Kräne auf der Baustelle seien einsatzbereit. Auch die Baugrube haben die Arbeiter bereits vollständig ausgehoben und nivelliert, das heißt die unterschiedlichen Höhen für die Becken planiert. Geplant sind ein Wettkampf-, ein Sprung- und ein Lehrschwimmbecken sowie für die Kinder ein Planschbecken.
Nebenan wird an einer weiteren Baustelle gearbeitet, die in Teilen mit dem interkommunalen Hallenbad zusammenhängt. Wie berichtet errichten die Stadtwerke ein Blockheizkraftwerk, das künftig das Schwimmbad, das Schulzentrum, die Musikschule, die Stadtbücherei und das Jugendzentrum Saftladen mit Nahwärme versorgen soll. Im Oktober dieses Jahres soll es in Betrieb gehen. „Alles ist im Zeitplan“, sagt Loibl. Die Wasser- und Kanalanschluss-Anlage für das neue Hallenbad sei bereits fertiggestellt.
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Dank all dieser Vorarbeiten kann es an der Baustelle für das interkommunale Hallenbad nun richtig losgehen. Ab dieser Woche sollen laut Loibl das erforderliche Schnurgerüst aufgestellt und die sogenannte Sauberkeitsschicht eingebaut werden. Mit dem Beginn des Rohbaus, der bis März 2019 abgeschlossen sein soll, werden einige Arbeiten parallel durchgeführt, jene für die Edelstahlbecken sowie der Stahlbau für die Dachkonstruktion. Für letzteren läuft aktuell die Ausschreibung, die Arbeiten sollen im September vergeben werden. In diesem Vergabepaket sind auch Putz-, Fenster- und Glas-, Estrich-, Fliesen-, Trockenbau- sowie Gerüstbauarbeiten enthalten.
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Mit dem Innenausbau will die Stadt im April 2019 loslegen. Für ihn ist knapp ein Jahr Arbeitszeit angesetzt. Wenn das Bad im Frühjahr 2020 eröffnet, soll auch das dazugehörige Parkdeck für 2,9 Millionen Euro stehen. Wie berichtet hat der Stadtrat bereits einen entsprechenden Grundsatzbeschluss gefasst.
Das interkommunale Hallenbad soll 15 Millionen Euro kosten, wovon der Freistaat 4,2 Millionen Euro übernimmt. Den Rest teilt sich die Stadt Geretsried anteilig nach der Zahl der Schulkassen, die das Bad nutzen werden, mit den Gemeinden Egling, Eurasburg, Münsing, Königsdorf, Icking und Dietramszell sowie der Stadt Wolfratshausen und dem Landkreis. Auch die jährlichen Betriebskosten werden umgelegt. Der angedachte Saunabereich ist allein Sache der Stadt Geretsried, die dafür einen privaten Investor sucht.
Der Geretsrieder Stadtrat hatte sich im Jahr 2010 für den Neubau eines Hallenbads neben dem Schulzentrum ausgesprochen. Ein Jahr darauf brachte Landrat Josef Niedermaier die Idee für das interkommunale Großbad ins Spiel.
sw