Aus zwei mach‘ drei heißt es am Schulzentrum in Geretsried. Statt der DIN-Zweifachhalle wird nun eine Dreifachhalle gebaut. Das macht sich am Preis bemerkbar.
Geretsried – Der Vorentwurf für die Dreifachturnhalle am Geretsrieder Schulzentrum liegt auf dem Tisch. Architekt Manfred Drescher stellte ihn am Montag in der Sitzung des Schul- und Bauausschusses des Kreistags vor. Mit dem Entwurf wird nun weitergeplant, sodass der Baubeschluss am 14. Mai gefasst werden könnte.
Eigentlich hatte die Regierung von Oberbayern nur den Bedarf für eine DIN-Zweifach-Turnhalle anerkannt. Die Kosten dafür wurden auf 7,8 Millionen Euro geschätzt. Als Baubeginn war das Jahr 2017 anvisiert. Doch es kam anders: Nachdem Kritiker stets moniert hatten, dass die geplante Halle zu klein sei, kam durch die Rückkehr des Freistaats zum neunjährigen Gymnasium wieder Bewegung in die Sache. Im Oktober vergangenen Jahres verkündete Landrat Josef Niedermaier, dass die Regierung aufgrund der höheren Schülerzahlen inzwischen den Bedarf für eine Dreifachhalle anerkannt habe.
Die wesentlichen Planungsvereinbarungen wurden beibehalten, fasste René Beysel, Hauptamtsleiter am Landratsamt, in der jüngsten Sitzung am Schulzentrum zusammen. „Wir müssen das Rad nicht neu erfinden.“ Unter Berücksichtigung des Bauindexes müsse man nun von Kosten in Höhe von rund 9,7 Millionen Euro ausgehen, so Beysel.
Laut Architekt Drescher ist die Kubatur um 25 Prozent gewachsen, um statt der zwei nun drei Hallensegmente in dem Gebäude unterzubringen. Die Hallenfläche betrage 45 auf 27 Meter. Die Markierungen würden derzeit noch mit den Lehrern abgestimmt. Jede Halle kann durch Brettervorhänge abgetrennt werden. „Die Akustik haben wir verbessert, indem sie über die Tribüne gehen.“
Bei Veranstaltungen können laut Drescher 900 Menschen in der Halle und 300 auf der Tribüne Platz finden. Die Besuchertoiletten seien nicht auf diese Masse ausgelegt, da zu diesen Anlässen das Gymnasium geöffnet werden könne. Für Sportler sind zu jedem Hallensegment je zwei Umkleiden mit Duschen und Waschbecken vorgesehen. Am Haupteingang ist ein Raum geplant, aus dem Brotzeiten verkauft werden können. Die Halle bekommt ein geneigtes Dach. Vom Parkplatz aus soll sie über einen Rampenaufgang zu erreichen sein, der Anschluss zur Schule wird überdacht.
Über einen Zeitplan wurde in der Sitzung nicht gesprochen. Im Januar hatte Beysel davon gesprochen, dass das Landratsamt hoffe, im Frühsommer oder Sommer die Baugenehmigung zu haben um die Arbeiten im Herbst ausschreiben zu können. Baubeginn wäre dann 2019.
sw