Mehr Platz für Smart-Repair-Center

Gewerbegebiet am Brunnenweg: Verdichten und erweitern

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Platz für neue Betriebe: Nahe dem Sitz der Firma Michl (vorn) entsteht ein Smart-Repair-Center. Zudem wird das Gewerbegebiet am Brunnenweg um 50 000 Quadratmeter grüne Wiese (r.) erweitert.
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Die Vermarktung neuer Gewerbegebietsflächen am Brunnenweg kann bald beginnen. Unterdessen hat der Bauausschuss einer Verdichtung des bestehenden Industriegebiets zugestimmt. Geplant ist ein Smart-Repair-Center.

WaakirchenEs geht um den Bereich zwischen dem von der Firma Biolink gepachteten Gebäude am Brunnenweg und dem Firmensitz der Ludwig Michl GmbH. Das Areal ist schon seit drei Jahrzehnten Gewerbegebiet. Das bestehende Baufenster reichte jedoch für die neuen Ansiedlungswünsche nicht aus, weshalb der Bauausschuss über eine Nachverdichtung zu befinden hatte. Das Gremium stimmte ohne Debatte zu und winkte in der gleichen Sitzung den zugehörigen Bauantrag durch. Somit fällt das schon im Dezember 2017 vom Bauausschuss befürwortete Smart-Repair-Center größer aus als zunächst vorgesehen. Es entstehen zwei Fahrzeug-Hallen. Der Antragsteller hatte gehofft, dass die Bewilligung ohne lange Genehmigungsverfahren erfolgen kann. Diesem Wunsch erteilte Bürgermeister Sepp Hartl (FW) eine Absage. Das Unternehmen möge sich das Okay für sein Vorhaben im Rahmen des üblichen Verfahrens holen, meinte er: „Das hat sich immer bewährt.“

Das Grundstück, auf dem das Smart-Repair-Center entsteht, befindet sich in Privatbesitz. Anders sieht es mit der Erweiterung des Gewerbegebiets Brunnenweg aus, die der Gemeinderat im Juli besiegelt hat. Insgesamt hat sich die Gemeinde eine 50 000 Quadratmeter große Fläche vertraglich gesichert. Die Kommune tritt als Verkäuferin auf und führt damit die Regie. Wie berichtet, hat der Gemeinderat seine Preisvorstellung in nicht öffentlicher Sitzung bereits festgezurrt. Zwischen 250 und 380 Euro soll ein Quadratmeter Grund im Gewerbegebiet Brunnenweg kosten.

„Jetzt folgt die Ausschreibung“, erklärt Bauamtsleiter Christoph Marcher. Dabei können sich Unternehmen offiziell um ein Grundstück bewerben. Anfragen von Unternehmen gibt es laut Bürgermeister Hartl schon reichlich. Interessiert ist auch die Firma Biolink. Deren Neubaupläne hatten die Erweiterung des Gewerbegebiets einst angestoßen. Die ersten Weichen waren schon gestellt, da sprang die Firma wieder ab und kündigte einen Standortwechsel nach Bad Tölz an. Doch auch daraus wurde nichts. Der Klebebänder-Hersteller wurde an die französische Unternehmensgruppe Saint-Gobain verkauft, verwarf die alten Pläne und ist nun wieder auf der Suche nach einem passenden Grundstück.

Offen ist, wie viele Betriebe sich im neuen Gewerbegebiet ansiedeln können. „Das hängt vom Flächenbedarf ab“, macht Marcher deutlich. Bekommt Biolink den Zuschlag, wird deren Bau einen großen Teil der neu ausgewiesenen Fläche füllen. Damit bleibt nicht viel Platz für andere Bewerber. Möglicherweise kommen aber auch viele kleinere Unternehmen mit ihren Bauwünschen zum Zug. Demnächst, so Marcher, werde die Gemeinde einen Kriterienkatalog für die Vergabe der Gewerbegrundstücke erstellen.

Auf die Schnelle wird auf der Erweiterungsfläche nichts passieren. Ein Teil des Grundstücks ist an einen Landwirt verpachtet, dessen Vertrag noch länger läuft. Ob der Landwirt die Vereinbarung vorzeitig beendet, ist noch Verhandlungssache. Nach Einschätzung von Bürgermeister Hartl kann die Gemeinde erst Ende 2019/Anfang 2020 mit der Erschließung der Industriefläche beginnen.

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