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Es wäre so schön gewesen, doch es muss sein: Das beliebte Gmunder Volksfest vom 7. bis 11. Mai ist ersatzlos für heuer gestrichen.
Gmund - Der neue Fahrplan in Sachen Corona trifft auch das traditionelle Volksfest in Gmund. Von Donnerstag, 7. Mai, bis Montag, 11. Mai, hätte es auf dem Volksfestplatz stattgefunden – mit einem Bierzelt und etlichen Fahrgeschäften und Standln drumherum. Bereits einen Tag vor der offiziellen Bekanntgabe, wie es in Deutschland weitergehen soll, wurde im Gmunder Rathaus entschieden, dass das Volksfest im Coronajahr 2020 nicht stattfindet. „Leider, leider“, sagt Geschäftsleiter Florian Ruml. „Die Entscheidung haben wir zusammen mit den Fraktionen und in Absprache mit dem Festwirt Christian Fahrenschon getroffen.“ Könnte es einen Ersatztermin im Herbst geben? „Eher nicht“, sagt Ruml.
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Gmunder Volksfest: 1951 war Premiere
Das beliebte Gmunder Volksfest ist also ersatzlos gestrichen – zum ersten Mal in seiner Geschichte, wie der Gmunder Heimatforscher Benno Eisenburg glaubt. Er hat auf Nachfrage unserer Zeitung in alten Gemeinde-Protokollen gekramt und ist auf keinen entsprechenden Hinweis gestoßen. Herausgefunden hat er jedoch, dass im Jahr 1951 zum ersten Mal ein Volksfest in Gmund abgehalten wurde, „mit dem Pantlbräu aus Murnau als erstem Festwirt“, weiß Eisenburg. 1959 wurde dann Ernst Glasl vom Gmunder Maximilian der Festwirt, weitere folgten. Seit 2014 hat die Gemeinde als Veranstalterin die Bewirtung des Volksfestes an die Rosenheimer Festwirtsfamilie Fahrenschon vergeben. Zuletzt hatte sich die Kurzform mit fünf Festtagen als ideal erwiesen.
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