VonGerti Reichlschließen
Statt Bierzelt gab‘s heuer nur einen Verkaufsstand. Trotzdem sind die Wirtsleute zufrieden. So fällt die Bilanz des Gmunder Ersatz-Volksfestes aus.
Gmund – Statt Volksfest zum Sitzen und Schunkeln, gab’s heuer wegen Corona in Gmund ein Volksfest „zum Midnehma“. „Den Besuchern hat’s trotzdem gefallen“, wie Claudia Fahrenschon von der gleichnamigen Wirtefamilie nach elftägigem Ersatz-Fest feststellt. Sie und ihre Familie seien angenehm überrascht, wie gut es gelaufen sei und wie freundlich die Leute gewesen seien. „Die Besucher waren halt froh, dass wir ihnen ein Stück Normalität geboten haben.“
Das traditionsreiche Volksfest sah erstmals in fast 70 Jahren also so aus: In einer Hütte, die sonst für Weihnachtsmärkte zur Verfügung steht, wurden Hendl, Steckerlfisch, Haxn, Burger, Currywurst und auch Enten angeboten. Ein Wagen mit süßen Naschereien von gebrannten Mandeln, bis Zuckerwatte und Schokofrüchten stand ebenfalls am Platz.
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Ersatz-Volksfest in Gmund: Appetit auf Hendl war groß
Wenngleich sie noch nicht sagen könne, wie viele Hendl tatsächlich verspeist wurden, so steht für die Wirtin fest: Vor allem am Seniorennachmittag war der Appetit auf Hendl riesig. „Statt der angekündigten 100 Senioren kamen 340“, berichtet die Wirtin. „Wir mussten sogar Nachschub in Niederbayern holen.“ Längere Wartezeiten in der Schlange, mit Abstand und Mundschutz, hätten die Besucher jedoch in Kauf genommen. Mit großzügigen Trinkgeldern hätten die Besucher das Angebot zudem honoriert.
Das Volksfest „To Go“ macht nun Schule: Auch bei den folgenden Festen – von Großkarolinenfeld bis Penzberg – wird der Betrieb so am Laufen gehalten. „Wie wir genau weitermachen, ob mit Biergarten oder ohne, hängt von den aktuellen Bestimmungen ab“, sagt Claudia Fahrenschon.
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