Martin Schäfer (UWG) kann seine Arbeit weitere sechs Jahre fortsetzen. Mit einem Vorsprung von 819 Stimmen hat er die Stichwahl um das Gröbenzeller Bürgermeisteramt gewonnen.
Gröbenzell – 53,8 Prozent der Wähler haben ihn bei der Stichwahl gewählt. Sein Gegenkandidat Anton Kammerl (CSU) erhielt 46,18 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei 67,95 Prozent.
Stichwahl: Schäfer will jetzt kontinuierlich weiter arbeiten
„Ich bin es gewohnt, mit wenigen Stimmen zu gewinnen“, kommentierte Schäfer sein Ergebnis. Vor sechs Jahren hatte er im ersten Wahlgang nur 19 Stimmen mehr als sein Kontrahent Florian Ritter (SPD). Schäfer hat am Wahlabend keine Erklärung dafür, dass das Ergebnis so knapp ausfiel. Wichtig ist für ihn: „Es hat gereicht“. Und: Er will jetzt kontinuierlich weiterarbeiten. Dies aber zu anderen Randbedingungen, wie er betont. Denn die finanzielle Lage Gröbenzells werde sich wie die aller Kommunen verschlechtern.
Herausforderer Anton Kammerl ist zufrieden. „Das ist ein sehr gutes Ergebnis für die CSU“, betont er. „Gegen einen Amtsinhaber ein solches Ergebnis zu erzielen, ist beachtlich.“ Dass es für das Bürgermeisteramt nicht gereicht habe, erklärt Kammerl damit, dass es schwierig sei, einen Amtsinhaber „aus dem Sattel“ zu heben. Doch der Christsoziale fühlt sich durch das Ergebnis gestärkt und kündigt an, er werde sich um den Vorsitz seiner künftigen Fraktion im Gemeinderat bewerben. Kammerl verspricht eine „konstruktive Oppositionspolitik“.
Kommentar: Der Jubel bleibt aus
Gejubelt, wie er es vor sechs Jahren getan hat, hat Martin Schäfer (UWG) am Sonntagabend nicht. Dazu war der Sieg einfach zu knapp. Vor sechs Jahren lag er mit 61,92 Prozent der Stimmen deutlicher vorne. So mancher Gröbenzeller scheint nicht zufrieden zu sein mit Schäfers Arbeit. Allerdings haben wohl auch die teils äußerst heftigen Angriffe in den Foren im Internet zu diesem Ergebnis beigetragen. Der Christsoziale Anton Kammerl hat ein beachtliches Ergebnis erzielen können, was tatsächlich nicht viele erwartet hatten. Doch gereicht hat es nicht. Auch im zweiten Anlauf konnte die CSU das Gröbenzeller Rathaus, das sie vor sechs Jahren nach jahrzehntelanger Herrschaft verloren hatte, nicht zurückerobern.
von Susanne Schwind
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