Luftrettung nach Murnau und München

Großeinsatz nach Quad-Unfall auf der Gindelalm: Vater (39) und Tochter (6) schwer verletzt

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Zwei Rettungshubschrauber warenim Einsatz (Symbolbild)
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Auf Höhe der Gindelalm kam es am Samstag (10. Mai) zu einem tragischen Unfall. Ein 39-jähriger Mann und seine sechsjährige Tochter wurden schwer verletzt.

Schliersee – Ein 39-jähriger Mann und seine sechsjährige Tochter wurden nach einem Quad-Unfall mit schweren Verletzungen in Kliniken nach München und Murnau geflogen.

Mann aus Hausham und Tochter aus Bruckmühl schwer verletzt

Am 10. Mai 2025, etwa um 13.15 Uhr, befand sich ein 39-jähriger Mann aus Hausham auf der Gindelalm, wo er mit seinem ATV – einem Quad – die Wiesen befuhr. Auf dem Fahrzeug saß auch seine sechsjährige Tochter, die in der Gemeinde Bruckmühl lebt.

Nach mehreren Kreiseln mit dem Quad rollte das Fahrzeug aus unbekannter Ursache plötzlich rückwärts in den steil abfallenden Hang östlich der Alm. Dabei verlor das Quad-Fahrer die Kontrolle, was zu einem Absturz führte.

Tochter kann sich selbständig retten

Das Mädchen stürzte dabei etwa 30 Meter tief, während der Vater rund 50 Meter entfernt unterhalb eines Baumes landete. Trotz des Sturzes war das Kind in der Lage, zusammen mit einer anwesenden Ersthelferin, aus eigener Kraft den Hang wieder hinaufzuklettern. Der schwer verletzte Vater musste nach dem Aufbau einer Sicherungszone aufwändig durch die Bergwacht gerettet werden.

Vater und Tochter trugen keinen Helm

Beide Beteiligten, die zum Zeitpunkt des Unfalls keinerlei Helmschutz trugen, wurden schnellstmöglich medizinisch versorgt. Mit zwei Rettungshubschraubern wurden die beiden Schwerverletzten in Kliniken nach Murnau und München geflogen.

Während der nachträglichen Unfallaufnahme stellte sich heraus, dass das ATV des Haushamers nicht über eine gültige Hauptuntersuchung verfügte. Gegen den 39-jährigen Fahrer wurden mehrere Ermittlungsverfahren eingeleitet. Die Staatsanwaltschaft reagierte und ordnete die Sicherstellung des Fahrzeugs sowie die Entnahme einer Blutprobe an.

Aufwendige Bergung des Unfallfahrzeugs

Obwohl die Rettungsmaßnahmen, die Erstversorgung und der Transport der Verletzten zügig durchgeführt werden konnten, gestaltete sich die Bergung des verunglückten Fahrzeugs als äußerst aufwändig. Das Quad lag in einer etwa 110 Meter tiefen Senke, sodass die Bergung mehrere Stunden in Anspruch nahm.

Zwei Rettungshubschrauber im Einsatz

An dem Großeinsatz waren zahlreiche Rettungs- und Sicherheitskräfte beteiligt. Zum Einsatz kamen zwei Rettungshubschrauber – unter anderem mit einem speziell ausgebildeten Kindernotarzt an Bord – sowie zwei Rettungswagen und ein Notarzt.

Großeinsatz der Rettungskräfte auf der Gindelalm

Weiter waren die Bergwachten aus Brannenburg und Hausham mit insgesamt 10 ehrenamtlichen Einsatzkräften vor Ort, ebenso wie die Feuerwehren aus Agatharied, Hausham und Schliersee mit 56 ehrenamtlichen Kräfte, darunter auch der Kreisbrandrat.

Eine Streife der Inspektion Miesbach sowie zwei Beamte der Alpinen-Einsatz-Gruppe der bayerischen Polizei unterstützten die aufwendigen Rettungs- und Bergungsmaßnahmen. (bcs mit Material der Polizei Miesbach)

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