Wegen der Sperrung der Amperbrücke haben sich die Verkehrsströme in Bruck und Emmering stark verändert, auf den Ausweichrouten kommt es gerade in den Hauptverkehrszeiten zu Staus. Auf Autofahrer und Buspassagiere kommt jetzt eine weitere Hürde zu.
Fürstenfeldbruck – Die Puchermühlstraße wird ab 25. März bis zum 10. April wegen einer Baustelle auf einem Teilstück halbseitig gesperrt – ein zusätzliches Nadelöhr.
Die Puchermühlstraße wird nicht nur von vielen Autofahrern als Ausweichroute beziehungsweise als Abkürzung genutzt. Pikanterweise wurde auch die Buslinie 840 wegen der Sperrung der Amperbrücke genau hierher verlegt. Unter Beobachtern ist klar, dass die halbseitige Sperrung für größere Probleme sorgen wird.
Die Baustelle auf Höhe der Hausnummer 37 liegt etwa zwischen der Marthabräu- und der Pucherstraße. Zu befürchten ist daher ein Rückstau bis in die Kreuzung hinein. Einige Autofahrer konnten sich am Mittwochabend schon mal einen Eindruck verschaffen, als ein Betomischer in die Baustelle einbog und dabei die Straße minutenlang dichtmachte.
Der MVV ist unschuldig
Nahverkehrsexperte Hermann Seifert vom Landratsamt hatte von der halbseitigen Sperrung nichts gewusst, als er die Linie 840 wegen der Brückensperrung veränderte, wie er auf Nachfrage sagte. Seifert, der den Ärger vieler Fahrgäste heraufziehen sieht, betont daher, dass er und sein Team beziehungsweise der MVV für diese Sperrung nicht verantwortlich seien.
Die Stadt dagegen betont, dass die Bauarbeiten täglich erst nach 8 Uhr beginnen dürfen. Nach Arbeitsende müsse die Fahrbahn geräumt werden. Außerdem sei die Puchermühlstraße nicht Teil der offiziellen Umleitung. Zudem verwies die Stadt nach Tagblatt-Informationen sinngemäß darauf, dass es einen günstigen Zeitpunkt für eine Baustelle praktisch nicht gebe. Wenn die Amperbrücke repariert ist, muss etwa die Schöngeisinger Straße wegen der Verlegung einer Fernwärmeleitung für einige Zeit komplett gesperrt werden. Außerdem geht es offenbar auch darum, denkbare Schadenersatzansprüche des Bauherrn zu vermeiden.
Parkverbot?
Nach der Sperrung der Amperbrücke und der Einrichtung der Umleitungsstrecke war nach Tagblatt-Informationen zudem an die Verantwortlichen der Stadt die Bitte herangetragen worden, auf der äußeren Schöngeisinger Straße ein Parkverbot zu erlassen, um den Verkehrsfluss gerade auch in Hinsicht auf die Busse zu verbessern. Die Stadt allerdings verwies in diesem Fall auf das Straßenbauamt, das ja die Sanierung der Brücke zuständig ist. st
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