Farchet

Neue Saison im Märchenwald: Der Freizeitpark hat aufgehübscht

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Goldmarie, Pechmarie und Park-Chefs: Franziska und Daniel Diessl lauschen Frau Holle im Märchenwald.

Der Freizeitpark Märchenwald in Wolfratshausen öffnet an diesem Wochenende wieder. Für Kinder und Familien ist vieles geboten - auch ein paar Neuheiten.

Wolfratshausen – Es schneit im Märchenwald – und zwar von April bis November. Schuld daran ist eine Frau, die wohl jedes Kind kennt: Frau Holle ist kernsaniert zurück im Freizeitpark in Farchet. An diesem Samstag öffnet der Märchenwald. „Wir haben endlich wieder Kinder, die mit ihrem Gelächter den ganzen Park aufhellen“, sagt Franziska Diessl, Chefin des Freizeitparkes.

Neue Saison im Märchenwald: Der Freizeitpark hat aufgehübscht

Als der Märchenwald gegründet worden ist, gab es laut dem Ehepaar Diessl nur Märchenstationen und einen Zug, der bis heute durch den ganzen Wald fährt. Ab 1992 kamen Fahrgeschäfte, Karusselle und Achterbahnen hinzu. Die Winterpause nutzt das Paar, um die Märchenkasten aus den 1960er-Jahren wieder aufzuhübschen. Die Geschichte bleibt dabei die Gleiche, nur die Inszenierung soll sich der Zeit anpassen. „Man soll schon von Weitem erkennen können, um welches Märchen es sich handelt“, sagt Daniel Diessl. Eine große, bunte Kutsche deutet auf Aschenputtel hin. In einer Mühle kann man die Geschichte vom gestiefelten Kater verfolgen. Der Schnee deutet auf Frau Holle hin. „Die Kinder sehen und hören die Geschichte, sie fühlen den Schnee und sie riechen gebackenes Brot“, sagt die Inhaberin. Es sind Erlebnisse für alle Sinne – und ungefährlich: Bei dem Schnee handle es sich um eine nicht giftige Seifenlauge, die weder rutschig wird noch Flecken auf der Kleidung hinterlasse.

Interaktiv und für alle Sinne: Märchenwald hat neue Stationen

Das Märchen ist interaktiv: Die Kinder können an einem Bildschirm herausfinden, ob sie eher Pech- oder Goldmarie sind. Neben der Station von Frau Holle haben die Betreiber in der Winterpause die Station von Rotkäppchen und dem bösen Wolf erneuert. Beide Figuren sprechen jetzt synchron zu ihren Bewegungen. So funkeln die Augen des Tieres jetzt, das Kopfdrehen passt zum Gesagten. „Die Figur spricht mit solch einer Inbrunst. Man denkt, der Wolf lebt“, sagt der Inhaber.

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Ein langjähriger Märchenwald-Bewohner musste sich aus dem Park verabschieden Den Pusteclown nahe des Eingangs – er blies Seifenblasen in die Luft – gibt es nicht mehr. „Unser heiß geliebter Clown ist im Laufe der Jahre immer gruseliger geworden“, sagt Daniel Diessl. Seine Stelle hat eine Hexe samt Besen eingenommen. „Wir wollten wieder eine Figur, die in die Höhe geht“, so Franziska Diessl. Eine Hexe komme in vielen Märchen vor und habe neben den ganzen Zwergen, Kobolden und anderen Fabelwesen eine Plattform verdient.

Achterbahnen, Karussells und Co: Der Märchenwald ist für alle Altersklassen einen Besuch wert

Neben den spannenden Märchen können die Besucher mit einer Fahrt auf der Oachkatzlbahn ihren Puls in die Höhe treiben oder gemütlich auf Wildschweinen reiten.

Nach einem ausgedehnten Ausflug im Freizeitpark knurrt Klein und Groß der Magen. „Bei uns wird jeder fündig“, sagt der Inhaber. Mittlerweile habe das Parkrestaurant je zu einem Drittel vegetarische oder vegane Gerichte – beispielsweise Bowls oder Couscoussalat – und die Parkklassiker wie Currywurst mit Pommes im Angebot. Die Betreiber des Märchenwalds sind froh: „Wir haben mit dem Gastronom einen innovativen Geist gefunden.“

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