Ein Notruf, ein verletztes Kleinkind und kaum jemand, der erklären kann, was passiert ist. Am Freitag rückte die Polizei zu einem Großeinsatz nach Hausham aus.
Hausham - Ein verletztes Kleinkind in der Asylbewerber-Unterkunft an der Haushamer Schöllerstraße hat am Freitagabend zu einem Großeinsatz der Polizei geführt. Wie das Präsidium erst auf Anfrage mitteilt, war gegen 19.40 Uhr ein Notruf eingegangen, abgesetzt aus der Unterkunft selbst.
Vor Ort stellte sich heraus, dass ein Baby – weniger als ein Jahr alt – eine erhebliche Schnittverletzung im Gesicht erlitten hatte. So schwer, dass es ins Krankenhaus gebracht werden musste. Wie es zu der Verletzung gekommen war, ist laut Polizei noch unklar. Erst recht was es dies am Freitag, weshalb ein Großaufgebot an Einsatzkräften mit Blaulicht und Sirene nach Hausham fuhr.
Es galt eine recht große Zahl von Personen anzuhören – in diversen Sprachen. Derzeit gehe die Polizei nicht von einem versuchten Tötungsdelikt oder ähnlichem aus, sagt ein Polizeisprecher. Für das Kind bestehe auch keine Lebensgefahr. Festgenommen wurde niemand. Es dauerte Anwohnern zufolge Stunden, bis die Einsatzkräfte, auch Notarzt und BRK waren vor Ort, wieder abrückten.
Die weiteren Ermittlungen liegen nun bei der Kripo Miesbach.