Unterstützung für Schwangere

Hebammen-Sprechstunde in Bad Tölz: Kreistag sagt Ja zur Unterstützung

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Der Landkreis unterstützt die Hebammen-Sprechstunde im südlichen Landkreis finanziell.
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Wie vom Kreisausschuss empfohlen, hat der Kreistag in seiner Sitzung beschlossen, die in Bad Tölz geplante Hebammensprechstunde finanziell zu unterstützen.

Bad Tölz-Wolfratshausen – Wie berichtet schließen sich vier Hebammen zusammen und bieten künftig in Räumen der Asklepios-Stadtklinik eine Sprechstunde an – unter der Woche in den späteren Abendstunden sowie am Wochenende. Zusätzlich ist eine Rufbereitschaft an Samstagen und Sonntagen geplant.

 „Es geht nicht um Leistungen, die unmittelbar mit der Geburt zu tun haben. Wenn es ein Notfall ist, ist man dort nicht an der richtigen Stelle“, verdeutlichte Landratsamts-Abteilungsleiter Wolfgang Krause. Das betonte auch noch einmal Susanne Merk (Freie Wähler). „Frauen können dort nicht mit regelmäßigen Wehen hinkommen.“

Trotzdem stellt das neue Angebot eine Verbesserung für Schwangere und frisch gebackene Mamas dar, betonte Barbara Schwendner (Grüne). So könnten dort leichte Beschwerden und Unsicherheiten in der Schwangerschaft abgeklärt werden. Aber auch Hilfe bei Stillproblemen oder auch bei Ernährungsschwierigkeiten des Kindes sollen Frauen dort finden – genauso wie eine Beratung bei Fragen zu medizinischen, rechtlichen und psychosozialen Belangen. „Seit dem Wegfall der Geburtsstation in Bad Tölz klafft hier eine große Lücke“, sagte Schwendner. „Die Sprechstunde wird diese Lücke nicht schließen können, aber sie wird sie verkleinern.“ Es gehe darum, dass Schwangere wieder eine Anlaufstelle haben. „Wir dürfen sie mit ihren Sorgen und Nöten nicht alleine lassen“, forderte die Grünen-Kreisrätin.

Zuschusszusage gilt erst einmal für drei Jahre

Der Landkreis unterstützt die Hebammen-Sprechstunde mit einem jährlichen Zuschuss von 23 000 Euro. Die Zusage gilt momentan für drei Jahre. Im ersten Jahr gibt es noch einmal 11 500 Euro oben drauf, weil man davon ausgeht, dass das Angebot eine gewisse Anlaufzeit braucht, um bekannt zu werden. „Letzte Woche gab es auch mit Asklepios und den Hebammen einen Termin, bei dem man sich wohl auch auf konkrete Räume geeinigt hat“, berichtete Krause. Die Kosten für die Erstausstattung in Höhe von 8000 Euro teilen sich Asklepios-Stadtklinik und der Landkreis.  va

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