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Medaillenhoffnung geplatzt: Die Lenggrieser Skicrosserin Heidi Zacher wird 17. bei Weltmeisterschaft in den USA.
Park City/Lenggries – Die Enttäuschung über das frühe Ausscheiden bei der Skicross-Weltmeisterschaft 2019 auf dem Solitude Mountain nahe dem amerikanischen Wintersport-Ort Park City/Utah war Heidi Zacher anzumerken. „Freilich ist mein Ergebnis nicht so erfreulich“, gab die Lenggrieser Medaillenhoffnung kurz nach dem Rennen zu und fügte pragmatisch an: „Das Wichtigste ist für mich im Augenblick, dass mir nichts fehlt und dass ich gesund bin.“ Lediglich auf Rang 17 war die 30-Jährige im Klassement gelandet.
Insgesamt gesehen, hat freilich die gesamte deutsche Skicross-Mannschaft bei dieser WM absolut enttäuscht – wie in der Vergangenheit so oft bei Großereignissen. „Um Medaillen mitfahren“, lautete die Vorgabe im Vorfeld. Und dann schied in den Heats einer nach dem anderen weit vor dem großen Finale aus. Noch das beste Resultat der deutschen Ski-Cross-Elite erreichte der Holzkirchner Florian Wilmsmann, der insgesamt auf Rang elf gewertet wurde. „Die anderen waren heute besser“, lautete da der nüchterne Kommentar von Heli Herdt, dem Sportlichen Leiter im DSV. Er war ebenfalls ratlos, wie es zu dem kollektiven Versagen hatte kommen können.
So kam für Heidi Zacher das schnelle Aus bereits im Achtelfinale. Dabei hätte sie in ihrem Dreier-Heat mit der Kanadierin Brittany Phelan und der Russin Victoria Zavadovskaya lediglich eine Konkurrentin hinter sich lassen müssen, um das Viertelfinale zu erreichen. „Dabei habe ich das Startmonster mit fünf großen Wellen hintereinander noch recht gut erwischt“, berichtet die Lenggrieserin. So war sie hinter der Kanadierin auf Position zwei in die erste Kurve gekommen. „Dann kam plötzlich die Russin von hinten herangeschossen und hat mich überholt. Ich kann mir auch nicht erklären, was die angestellt hat, dass sie so einen hohen Speed aufbauen konnte“, rätselte die Lenggrieserin. Insgesamt war freilich auffällig, dass alle russischen Athleten an dem Tag überaus schnelle Skier hatten. Im weiteren Verlauf des Heats hatte die Isarwinklerin dann nicht den Hauch einer Chance, noch an die beiden vor ihr liegenden Fahrerinnen heranzukommen.
Freilich ist mit der WM die Saison 2018/19 für die Skicrosser noch lange nicht vorbei. So wartet schon am übernächsten Wochenende auf Heidi Zacher der deutsche „Heim-Weltcup“ auf dem Feldberg im Schwarzwald. „Bis dahin werde ich erst Mal ein paar Tage zu Hause ausspannen, noch etwas trainieren, damit ich mit frischem Mut wiederangreifen kann“, sagt die 30-Jährige.