Heilbrunner Ortsmitte: Minister braucht mehr Zeit

Bad Heilbrunn - Innenminister Joachim Herrmann hatte versprochen, sich dem Problem Ortsmitte anzunehmen. So leicht ist das aber nicht.

Innenminister Joachim Herrmann war vor zwei Wochen zu Besuch in Bad Heilbrunn (wir berichteten). Dort versprach er Wolfgang Ott vom Bürgerforum „Bad Heilbrunn lebt“, er werde sich der verunstalteten Ortsmitte annehmen. Ott hatte ihn um Schützenhilfe gebeten, um gegen die schwarzen Holzkreuze an den Fenstern und Türen des ehemaligen Kurhotels vorgehen zu können. Die Regierung von Oberbayern, so Ott, habe hier bislang wenig Entgegenkommen gezeigt. „Ich lasse mir den Vorgang kommen“, hatte Herrmann versprochen. „Wollen wir doch mal schauen, ob wir für ein noch besseres Aussehen von Heilbrunn sorgen können.“

Bislang jedoch, ist noch nichts passiert. Es sei generell fraglich, ob man etwas machen könne. Der Streit zwischen Gemeinde und dem Kurhotel-Eigentümer Max Hoefter schwele schließlich schon seit 30 Jahren, sagt Oliver Platzer, Pressesprecher im Innenministerium auf Nachfrage. „Vorsichtig formuliert, ist ein Eingreifen von oberster Stelle etwas schwierig“, so Patzer. „Wenn ich meine Fenster mit Kreuzen vernageln will, mache ich das einfach. Und Sie würden das auch tun.“

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