Moosburger Volksfest

Herbstschau-Zwischenbilanz: Neues Konzept in Sachen Alkohol fruchtet

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Schoko-Geld verteilte Moosburgs Bürgermeister Anita Meinelt an die Schausteller. Auch Vize-Polizeichef Hans-Jürgen Hintermeier ist zufrieden mit der Herbstschau-Halbzeitbilanz.
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Bei der Zwischenbilanz der Moosburger Herbstschau wurden bewährte sowie neue Konzepte gelobt – und viel Lob zwischen den Verantwortlichen und den Schaustellern ausgetauscht.

Moosburg – Es werde eine besondere Versammlung, kündigte Christian Buchner, Bezirksverbandschef der Marktkaufleute und Schausteller, gleich zu Beginn am Mittwochvormittag im Moosburger Festzelt an. „Mit einem lachenden und einem weinenden Auge“ müsse sich seine Zunft nun nach fast 18 Jahren bei dieser Herbstschau-Zwischenbilanz von Bürgermeisterin Anita Meinelt verabschieden. Schließlich sei sie beim nächsten Volksfest nicht mehr im Amt. „Ich kann nur Danke sagen für die tolle Zusammenarbeit und die offene, ehrliche Art“, sagte Buchner. „Die Stammbeschicker fühlen sich alle wohl, und das sagt viel aus.“ Moosburg sei für die Fieranten immer eine Reise wert.

Den obligatorischen Blumenstrauß nahm Meinelt sichtlich gerührt entgegen. Auch ihr sei bewusst gewesen, dass das Treffen diesmal ein spezielles werde, erklärte die Rathauschefin. „Ich bin auf dem Herweg extra nochmal umgekehrt, um etwas zu besorgen“, sagte sie an die versammelten Schausteller gerichtet – und zog eine Tüte gefüllt mit Geldschein-Schokotalern hervor. Die sollten symbolisch Glück für gute Geschäfte bringen, erklärte Meinelt und reichte die Tüte durch die Biertisch-Reihen. 

Polizei sehr zufrieden mit Volksfest - neues Alkohol-Konzept eingeführt

Auch sie lobte das Verhältnis in höchsten Tönen: „Es sind Freundschaften entstanden. Und es gab immer ein gutes Miteinander.“ Aus Wertschätzung habe sich die Stadt beispielsweise für günstige Stromtarife am Festplatz eingesetzt und auf Gebührenerhöhungen verzichtet. Sie werde im nächsten Jahr auf jeden Fall wieder bei den Buden und Fahrgeschäften vorbeischauen, „aber nicht mehr offiziell, und dann kann ich endlich so manche Kaffee-Einladung annehmen, für die ich nie Zeit hatte.“ Meinelt: „Die Leute in Moosburg sind sehr zufrieden mit den Betreibern und auch mit dem Festwirt.“

Moosburgs Vize-Polizeichef Hans-Jürgen Hintermeier war dann der Dritte im Bunde, der „sehr zufrieden“ mit dem Volksfest war. „Die Herbstschau hatte zu unser aller Freude bisher einen sehr friedlichen Verlauf.“ Das Konzept der zurückhaltenden, aber doch sichtbaren Polizeipräsenz am Festgelände gehe auf, die Zusammenarbeit mit dem Sicherheitsdienst laufe bestens. Hintermeier: „Es kommt selten vor, dass ein Festwirt von den Jugendschutz-Beauftragten im Landratsamt gelobt wird.“ Doch die Familie Krämmer habe dies geschafft. Er führte das auf die Bändchen zurück, die junge Gäste heuer erstmals am Zelteingang erhielten. Durch die entsprechenden Farben würde das Bedienungspersonal sofort sehen, an wen keine oder welche Art von alkoholischen Getränken ausgeschenkt werden dürfe. Hintermeier: „Das sorgt dafür, dass die Jüngeren die Tradition genießen können, und trotzdem alles im rechtlichen Rahmen bleibt.“

Simpler Wasser-Trick gegen junge Koma-Säufer auf Volksfest

Buchner betonte an dieser Stelle, dass man sich konsequent gegen sogenanntes Komasaufen auf dem Festgelände einsetze. Er hatte eine Anekdote aus Landshut parat: „Da hatten sich die Leute mit Alkohol in Tetrapacks an der Isar zum ,Vorglühen‘ getroffen – bis wir im Vorfeld mit dem Spritzenwagen die Wiese nass gemacht haben.“ Er grinste: „Da legt sich jetzt keiner mehr hin.“

Heute Volksfest-Party und Feuerwerk auf der Moosburger Herbstschau

Um 9.30 Uhr startet am heutigen Donnerstag, 19. September, („Tag der Land- und Brauwirtschaft“) die Herbstschau mit dem Treffen der Ortsbäuerinnen im Gasthof Huber direkt am Viehmarktplatz. Um 11 Uhr beginnt dann der Mittagstisch im Festzelt, gegen 13.30 Uhr wird die Hopfen- und Gerstenschau in der Schäfflerhalle eröffnet. Ab 18 Uhr spielt die Band Zruck zu dir, sie begleitet auch die „Mia g’hörn zamm“-Party, bei der Vereinen und Gruppen ab 19.30 Uhr je nach Größe bis zu 100 Liter Freibier winken (Anmeldung im Fest-Büro). Um 20.30 Uhr wird dann auf der Schloß-Asch-Wiese das große Brillant-Feuerwerk gezündet.

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