VonJosef Hornsteinerschließen
Am 16. Januar hätte eigentlich die neue Flixbus-Haltestelle am Mühlenweg vis-à-vis des Mittenwalder Bahnhofs von den grünen Bussen angefahren werden sollen.
Mittenwald – Schön sieht sie aus, die neue Flixbus-Haltestelle am Mittenwalder Mühlenweg. Helles Holz, ein buntes Blumenmeer um die Sitzbänke herum und noch keinerlei Schmierereien oder Aufkleber. Aber rühren tut sich hier trotzdem nichts. Sie darf nach wie vor nicht angefahren werden von den grünen Bussen – und das, obwohl seit einem halben Jahr hier eigentlich schon reger Verkehr herrschen sollte. Nun gibt der Konzern bekannt: Am 1. August soll es soweit sein. Endlich.
Ursprünglich hätten hier schon seit dem 16. Januar Fahrgäste ein- und aussteigen sollen. Nur fehlte dem Unternehmen damals noch die entsprechende Genehmigung seitens des Freistaats Bayern. Dieser muss neuen Haltestellen erst einmal grünes Licht geben, bevor diese in den Fahrplan aufgenommen werden können. Der neue Termin hieß 18. März.
Neue Flixbus-Haltestelle: Lenkzeiten mussten überarbeitet werden
Doch fiel Flixbus auf, dass durch die zusätzlichen Minuten, die der Bus künftig von der Bundesstraße 2 bis zum Mühlenweg braucht, den Fahrplan durcheinander bringt. Busfahrer könnten demnach ihre gesetzlich vorgeschriebenen Lenkzeiten nicht mehr einhalten. Zum Hintergrund: Flixbus hat sein internationales Netz minutiös durchgetaktet, um so effektiv wie möglich Gäste transportieren zu können.
Also musste das Münchner Unternehmen den laufenden Antrag bei der Regierung von Oberbayern zurückstellen, um die Taktung anzupassen, teilt Pressesprecherin Isabella Domke auf Tagblatt-Nachfrage mit. „Jetzt haben wir ihn wieder neu beantragt.“ Dem Verkehrsunternehmen sei sehr daran gelegen, hier schnell eine Lösung zu finden. Schließlich ist die Tangente Innsbruck-München eine äußerst beliebte. „Sobald der neue Fahrplan genehmigt ist, werden wir dann zur neuen Haltestelle umziehen“, sagt Domke. „Wir rechnen damit, dass es zum 1. August so weit sein wird.“
Flixbus reicht Antrag erneut ein
Dann können die Anwohner der Mittenwalder Alpenkorpsstraße, wo sich aktuell noch die Haltestelle befindet, endlich aufatmen. Wie mehrmals berichtet, kommt es häufig zu Lärmbelästigungen. Und da eine sanitäre Infrastruktur fehlt, urinieren Fahrgäste oft vor die Gärten der Nachbarn. Das soll alles nach dem Umzug an den Mühlenweg der Vergangenheit angehören. „Die neue Haltestelle ist durch ihren zentralen Standort leichter zu erreichen“, sagt Domke. Am Bahnhof stehen sanitäre Anlagen zur Verfügung.

