Erster Bauherr im Gewerbepark

Hönles Spatenstich in Gilching: 35 Millionen Euro und besondere Prioritäten

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Spatenstich der Firma Hönle im Gilchinger Gewerbepark: Bernhard Gimple, Günther Henrich, Architekt Olaf Breuer, Heiko Runge, Norbert Haimerl, Karl Hönle, Axel Klein und Bürgermeister Manfred Walter.

Das weltweit agierende Technologie-Unternehmen Hönle will 2021 seinen Standort in Gilching eröffnen. Dafür nimmt das Unternehmen 35 Millionen Euro in die Hand - und setzt besondere Prioritäten.

Gilching – Mit einem Spatenstich startete die Dr. Hönle AG als erste Firma im neuen Gewerbepark Gilching-Argelsried mit Bautätigkeiten. Voraussichtlich wird das weltweit agierende Technologie-Unternehmen in der zweiten Jahreshälfte 2021 den Betrieb eröffnen.

„Für uns ist es ein Glücksfall, dass wir dieses Unternehmen für Gilching gewinnen konnten“, sagte Bürgermeister Manfred Walter. Was unter anderem durch die Vermittlung von Christoph Winkelkötter von der Gesellschaft für Wirtschafts- und Tourismusentwicklung (gwt) zustande gekommen ist. Die Hönle AG mit ihren 15 Gesellschaften und 600 Mitarbeitern weltweit entwickelt und produziert derzeit am Standort Gräfelfing. Schwerpunkte des Technologie-Unternehmens sind Industrieklebestoffe, die UV-Trocknung von Lacken und die Herstellung von Quarzglas.

Da die Firma am jetzigen Standort aus allen Nähten platzt und eine Expansion wegen fehlender Räume nicht möglich ist, entschied sie sich für den Umzug nach Gilching. Geplant sind an der Nicolaus-Otto-Straße, gegenüber von Porsche Hörmann, zwei Gebäude mit einer Höhe von zehn beziehungsweise elf Meter und insgesamt 18 500 Quadratmeter Nutzfläche.

250 Mitarbeiter von Hönle ziehen größtenteils um

Das zurückliegende Gebäude wird künftig als Lager- und Logistikhalle genutzt. In das zweistöckige Haus im vorderen Bereich ziehen die Abteilungen Entwicklung, Produktion und Verwaltung ein, erklärte Peter Weinert, Investor Relations Manager bei Hönle. „Alles, was wir verkaufen, wird auch bei uns im Hause entwickelt und hergestellt.“ Die derzeit 250 Mitarbeiter am Standort Gräfelfing werden größtenteils mit nach Gilching umziehen, zumal auch ein Teil des Teams aus Gilching kommt. „Für uns war dies mit ein Kriterium für den Standort Gilching, dass wir durch den Umzug keine nennenswerte Abwanderungen haben“, ergänzte Finanz- und Personalchef Norbert Haimerl.

Priorität beim Bau der zwei Gebäude habe nicht nur eine optisch ansprechende Architektur. Gleichermaßen werde Wert auf umweltrelevante und nachhaltige Bauweise gelegt. „Wir heizen mit Fernwärme, kühlen unsere Gebäude mit Grundwasser, bauen aufs Dach eine Fotovoltaikanlage und installieren in unserer künftigen Tiefgarage 30 Zapfstellen für Elektro-Autos und Fahrräder.“ Und aufs Dach kommt eine begrünte Terrasse, damit sich die Mitarbeiter eine Pause gönnen können.

Und was kostet das alles? „Inklusive Grundstück und Bau der Gebäude investieren wir voraussichtlich 35 Millionen Euro“, sagte Haimerl. Ein kleiner Wermutstropfen trübte das freudige Ereignis. „Wir entwickeln uns zwar zum bedeutendsten Gewerbestandort im Landkreis. Für uns ist das aber auch eine ernst zu nehmende Herausforderung, entsprechend Wohnraum zu schaffen. Und das wird schwer werden“, räumte Walter ein.

Uli Singer

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