22-Jährige arbeitet an Umfrage

Aufklärungsarbeit an der Isar: Hörgertshausenerin forscht für mehr Umweltbildung

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Recherche vor Ort: Eigentlich wollte Antonia Riedel ihre Umfrage direkt an der Isar durchführen. Doch die Corona-Krise machte der 22-Jährigen einen Strich durch die Rechnung.
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„Nur, wer über die Natur Bescheid weiß, geht sorgsam mit ihr um.“ Davon ist Antonia Riedel aus Hörgertshausen überzeugt. In ihrer Bachelorarbeit setzt sie sich daher mit Umweltbildung auseinander.

Hörgertshausen/München – Die Isar kennt im Großraum München wohl jedes Kind. Doch was es mit ihrer Geschichte auf sich hat, welche Tiere und Pflanzen an und in dem Wildfluss leben, und was „die Reißende“ als Erholungsgebiet den Menschen zu bieten hat, ist weit weniger bekannt. Das will Antonia Riedel aus Hörgertshausen ändern. Sie ist überzeugt: „Nur, wer über die Natur Bescheid weiß, geht sorgsam mit ihr um.“

„Isartore“ voller Infos: In einem acht Kilometer langen Bereich an der Isar in München finden sich immer wieder solche Infotafeln. Wie viel Mehrwert diese haben, will Antonia Riedel in ihrer Bachelorarbeit herausfinden

Die 22-Jährige studiert an der TU in Freising-Weihenstephan Landschaftsarchitektur und Landschaftsplanung, derzeit schreibt sie ihre Bachelorarbeit. Der Titel lautet: „Informationstafeln als Umweltbildungsinstrument am Beispiel des Renaturierungsprojekts Isar-Plan in München“. Was recht theoretisch klingt, ist praktisch simpel: „Die Isar in München wurde 2011 renaturiert“, erklärt Riedel. Im Zuge dessen seien den Fluss entlang zahlreiche Informationstafeln aufgestellt worden, die die Hintergründe des Projekts und weiteres Wissenswerte aufzeigen.

Sind Infotafeln noch zeitgemäß?

Riedel will nun herausfinden, ob und, wenn ja, wie diese Tafeln wahrgenommen und gelesen werden. „Die Frage ist, ob ein so klassisches Instrument wie die Tafeln heute überhaupt noch zeitgemäß ist – oder ob es sinnvoller wäre, Infos zum Beispiel über Flyer oder Social Media zu kommunizieren.“

Bei ihrer bisherigen Recherche sei aufgefallen, dass es noch kaum Studien zu diesem Thema gebe. „Die meisten beschränken sich auf Naturschutzgebiete.“ Wie Infotafeln generell aussehen sollten, um so ihren Zweck bestmöglich zu erfüllen, sei ebenfalls kaum erforscht. Daran arbeitet jetzt die Hörgertshausenerin. „Mein Ziel ist, je nach dem Ergebnis meiner Arbeit Empfehlungen für zukünftige Projekte geben zu können – gerade für solche, die in stark besuchten Bereichen entstehen.“

Um das in Erfahrung zu bringen, hat Riedel eine Umfrage konzipiert, die sie eigentlich selbst vor Ort in München durchführen wollte. „Ich hätte es schön gefunden, mit den Menschen, die dort spazieren oder Gassi gehen und radeln, persönlich ins Gespräch zu kommen. So erhält man oft noch mehr Informationen.“ Corona durchkreuzte diesen Plan allerdings. Daher hat Riedel einen Online-Fragebogen entworfen und diesen bislang vor allem über Facebook und den Deutschen Alpenverein verbreitet. Um ein repräsentatives Ergebnis zu erhalten, hofft sie in den nächsten Wochen auf zahlreiche Teilnehmer – mitmachen kann jeder.

Umweltbildung ist der Schlüssel

Mit Umweltbildung, sprich zu wissen, wie Menschen verantwortungsvoll mit ihrer Umwelt und den natürlichen Ressourcen umgehen sollen, setzt sich Antonia Riedel schon seit geraumer Zeit auseinander – nicht nur in ihrem Studium. Diese Art der Bildung sei enorm wichtig, gerade in einer Zeit, in der Klima- beziehungsweise Umweltschutz und Nachhaltigkeit eine größere Rolle denn je spielten, findet die 22-Jährige. Ihr Credo lautet: „Nur wenn die Leute eine bessere Umweltbildung haben und deutlich dazu angehalten werden, mehr auf ihre Umwelt zu achten, gehen sie auch achtsamer damit um.“ Dazu möchte Antonia Riedel nun mit ihrer Bachelorarbeit ein Stückchen beitragen.

Gut zu wissen

Zur Umfrage für die Bachelorarbeit geht es hier: https://www.soscisurvey.de/test212924/

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