VonTanja Brinkmannschließen
Des Rätsels Lösung, es wird sie nicht geben. Die Urinprobe konnte nicht analysiert werden.
Landkreis – Die Urinprobe, die von der vermeintlichen Wolfsspur am Hörnle bei Bad Kohlgrub an das Senckenberg-Institut in Frankfurt geschickt wurde, hat sich zum Bedauern von Ulrich Wotschikowsky nicht analysieren lassen. „Das kommt oft vor“, sagt der Wolfsexperte. „Deshalb wird die Beobachtung als so genannter C2-Hinweis eingeordnet: eine fachlich bestätigte, dokumentierte Beobachtung, aber kein 100-prozentiger Beweis.“ Der Oberammergauer, der die Spur im Februar begutachtet und die Probe genommen hatte, ist sich aber absolut sicher: „Das war ein Wolf.“ Zumal fünf Tage nach der Beobachtung am Hörnle ein Mann bei Schwaiganger ein Tier beobachtet habe, das er für einen Wolf hielt.
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