Die meisten Hindernisse aus dem Weg geräumt

Die Jurte steht bereits: Im Herbst sollen die Kinder des Waldkindergartens einziehen

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Mit vereinten Kräften haben Eltern und Kinder zusammen mit David Schuster (6.v.r.) eine Jurte aufgebaut. Bürgermeister Thomas Dorsch (2.v.r.) besuchte die „Baustelle“. Für die nächsten beiden Kindergartenjahre keine freien Plätze mehr verfügbar
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Im März wurde das Projekt „Waldkindergarten in Hohenpeißenberg“ im Gemeinderat vorgestellt. Die Gemeinderäte waren begeistert, dennoch war damals noch nicht sicher, ob sich die Idee auch verwirklichen lässt. Nun steht die Jurte und in den kommenden Wochen soll der „Naturkindergarten“ starten.

Hohenpeißenberg – Die Begeisterung war groß, als die Geschäftsführerin des Vereins „Natürlich! – Natur begreifen“, Anja Vukman, und die Leiterin des Oberhausener Naturkindergartens, Sylvia Jocher, im Hohenpeißenberger Gemeinderat ihr Konzept, ihre Arbeit und ihren Verein vorstellten. Der Verein „Natürlich! – Natur begreifen“ führt bereits vier Naturkindergärten im Landkreis, im Herbst sollen dann noch zwei weitere hinzukommen: einer in Pähl und eben der in Hohenpeißenberg.

Auch wenn das Projekt „Waldkindergarten in Hohenpeißenberg“ damals auf breite Zustimmung stieß, war es im Frühjahr noch nicht gewiss, ob es sich auch tatsächlich würde umsetzen lassen. Das ist inzwischen klar. Ende Juli haben Eltern und Kinder zusammen mit dem Peißenberger Jurtenbauer David Schuster eine Jurte auf dem Basisplatz auf einer Lichtung im Bruckwald aufgebaut. Die Gemeinderäte hatten in der Sitzung im März einstimmig zugestimmt, dass die Kommune die Investitionskosten für den neuen Kindergarten in Höhe von etwa 50 000 Euro zur Verfügung stellt. Der größte Teil dieses Betrags wurde für den Bau der Jurte benötigt. Die Suche nach einem geeigneten Standort für den Basisplatz für den Naturkindergarten war in anderen Kommunen mitunter äußerst schwierig und konfliktbehaftet, in Hohenpeißenberg verlief diese schnell und unkompliziert: Schnell war der Platz im Bruckwald auf dem Gebiet der Bayerischen Staatsforsten gefunden. Die Anlieger unterstützten die Pläne, die Jäger gaben ihr Einverständnis und die zuständige Försterin unterstützte das Vorhaben von Anfang an.

Für die nächsten beiden Jahre keine Kindergartenplätze mehr verfügbar

Geplant war im Frühjahr, dass etwa 17 Kinder im Alter zwischen zweieinhalb und sechs Jahren den Naturkindergarten besuchen können. Offensichtlich stieß der Waldkindergarten nicht nur im Gemeinderat auf Zustimmung: Schnell waren alle Kindergartenplätze vergeben: Laut Homepage des Vereins „Natürlich! – Natur begreifen“, der Träger des Kindergartens ist, gibt es für die nächsten beiden Kindergartenjahre 2023/24 und 2024/25 keine freien Plätze mehr.

Dass der Waldkindergarten in Hohenpeißenberg Anklang finden würde, war vorherzusehen, denn den Anstoß zu dem Projekt hatten Eltern aus der Gemeinde gegeben. Auch wenn die meisten Hindernisse inzwischen aus dem Weg geräumt sind – die Genehmigung des Landratsamtes lässt noch auf sich warten. Die Verantwortlichen hoffen dennoch, dass der Kindergarten in den kommenden Wochen in Betrieb gehen kann.

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